Reviergestaltung im Niederwildrevier

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Da ist viel Wahres dabei was Du sagst, aber was die Überzeugung der Partner angeht:
Du kannst nur ein Feuer weitergeben, dass in Dir selbst brennt!
Es ist trotzdem möglich, einiges zurück zu holen, aber das geht nur wenn man das Gaspedal unter dem Bodenblech versenkt.
Mal ein paar Beispiele aus unseren Revier:
1. Steigerung der Hasendichte von 2,5-4 auf 20-33 (52) pro 100 ha (jagdliche Nutzung)
2. Wiedereinbürgerung des Fasanes im Jahr 2000, damals seit 27 Jahren ausgestorben (jagdliche Nutzung)
3. Erfolgreiche Wiedereinbürgerung des Rebhuhnes im Jahr 2003, bei Pachtbeginn 1995 ebenfalls ausgestorben. (keine jagdliche Nutzung)
4. Einwanderung des Kaninchens im Jahr 2007 (jagdliche Nutzung)
5. Bis zum Umbruch der Buntbrachen bestes Braunkehlchenvorkommen im ganzen Landreis
6. Neuntöter war 1995 kein Brutvogel, jetzt ca. 5 Paare
7. erfolgreiche Wachtelbruten, Rekord 34-37 balzende Hähne auf 350 ha Feld
Aber man muss neue Wege gehen. Die findet man nicht bei einem Studium oder in Büchern.
Und ich kenne inzwischen eine Menge junger Leute, die sich nicht auf die billige Ausrede "bringt ja eh alles nichts" zurück ziehen. Ihnen will ich Mut machen.
natürlich ist das toll, lieber colchicus, was ihr da geleistet habt. wenn bei euch nebenbei auch seit 2000 latent der verbiss als "günstig" bestätigt wurde und euer revier die meißte naturverjüngung im ganzen landkreis aufweist. dann habt ihr nämlich beides geschafft und so darf es jederzeit sein. abgesehen davon habt ihr die chance auf gleich zwei preise vom schreder und vom kornder. fassan im feld in gold und wald vor wild in bronze. :p

ich kenne aber auch immer mehr bauern, die den jagdschein selber machen, weil zuwenig feuer gegeben wurde. "brennen" muss man als jäger aber primär für die wichtigste aufgabe des jägers im 21. jahrhundert (reduktion von schalenwild in übereinstimmung mit § 1 BJagdG) und dann stören auch sekundäre leidenschaften nicht.

auf der anderen seite denke ich aber auch, dass du viel viel zeit hast, um diese leistungen zu erbringen. weiters hast du sicher keine nenneswerten sauenprobleme (man geht nicht zu den tschechen jagan, wenn einem daheim die sauen bei den ohren raus kommen ;)) und eine rotwildproblematik scheint dein revier auch nicht zu belasten. du bist mit sicherheit ein vorzeigejäger für den bjv, nur deine verhältnisse haben mit der lebensrealtiät in der fläche bayerns nicht viel zu tun.

die ansprüche an die jagd in der heutigen zeit sind sehr hoch, wenn man sich anschaut, was mit unseren wäldern ist und wie aufgrund der klimatischen bedingungen sich auch die sauen vermehren und verbreiten. vom rotwildmanagement ganz zu schweigen, wo es vorkommt.

und da liegt eben m. e. das große problem im selbstverständnis der deutschen jagd. aufgabe der jagd des 21. jahrhunderts ist es nicht, die besseren naturschützer abzugeben. vielmehr müssen jäger und naturschützer zusammenrücken und sich die arbeit teilen, anstatt sich anzufeinden oder gegenseitig die kompetenz abzusprechen.

hecken pflanzen, grünflächen betreuen, sträucher auf stock setzen u.v.m. können viele menschen, aber nur wir können und dürfen die hege mit der bixn betreiben. folglich ist genau das unsere vorderste aufgabe.

wir stehen nicht im wettbewerb mit den naturschützern. wir egänzen den schutz der natur prioritär mit der bixn und wenn mir damit fertig sind und noch zeit finden, mit dem gärtnern.

das hat aus meiner sicht überhaupt nixn mit verbänden zu tun. das leitet sich aus den erfordernissen im umgang mit der natur und dem wald als zukunftsprojekt gewissermaßen zwingend ab und ist bei emotionsfreier lesart mit dem § 1 BJagdG völlig d´accord.
 
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Ich sage nicht, dass man das alles alleine schaffen kann. Man braucht im Reviere in Team wo jeder seine Aufgaben hat und auch erledigt. Ja ich gehe viel auf die Jagd, sagen wir täglich als Fulltimejob. Das kann nicht jeder, ist klar. Aber es geht ums Aufzeigen von Machbarem. Unser Revier ist kein Einzelfall und ich kenne viele Waidkameraden, die es auch geschafft haben, wieder ansehnliche Niederwildbesätze zu haben.
Alles kommt nicht sofort. Bis Niederwild positiv reagiert, braucht es eine Anlaufphase. Da wird häufig aufgegeben, weil nach einem Jahr keine sichtbaren Erfolge eintreten. Oder weil der innere Schweinehund den Maibock mit Geburtsfehler (zu nah an der Grenze) über das Fuchsheck stellt. Die paar Böcke bekommt man immer noch. Wir müssen keinen Rehwildkrieg betreiben.
Außerdem haben wir da Mitjäger, die sich da gerne einbringen. Wir sind 8 Leute.
Jetzt ist es Zeit für den letzten Schluck Kaffee, draußen wartet die Drohne. Heute werden große Kleegrasflächen gemäht. Ist natürlich für viele kein Thema so etwas.
 
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Man kann so ein komplexes Thema und die versch. Aspekte nicht mit ein paar Sprechblasen "erschlagen".
Eben. Deswegen kann ich immer nicht anders und muss mich zu Wort melden, wenn es heißt: es gibt A und B. C wird aber wegen möglicher Probleme unter den Tisch fallen gelassen.
Ich gehe da immer eher in die Richtung: "Es gibt A, B und C, wobei man bei C beachten muss, dass Folgendes folgende Probleme bereiten kann...". Dann kann jeder selbst entscheiden.

Was Du über den Mais schreibst ist richtig, aber ich sehe die Rattengefahr durch das Körnerangebot sehr groß. Die Wanderratte ist im Feld mehr präsent als wie glauben. Wenn wir uns mit dem Maisstreifen über den (milden) Winter eine Rattenpopulation heranzüchten, hilft uns das in der Brutsaison überhaupt nichts.
...
Ja und dann wäre da noch die Schimmelbildung in den Maisstreifen. In niederschlagsarmen Lagen mag das gehen. Aber bei uns wäre das kein Wildacker....:(
Anhang anzeigen 119832
Jup, sehe ich auch so. Schimmel ist bei mir weniger das Problem aber Ratten sehr wohl.

Topinambur habe ich auch ausgeklammert. An vielen Standorten macht er sich selbstständig und unsere diesbezüglichen "Wildäcker" stehen da in besonderer Kritik, vom Nutzen mal abgesehen. ...
Wie gesagt, ich würde auch nie einen anlegen. Gibt aber einige Niederwildheger (zumeist aus Norddeutschland), die viel vom Topinambur gehalten haben bzw. halten. Deswegen eben der Vollständigkeit halber...


Ich hatte ja ausgeführt, das Ding funktioniert max. 2 Jahre. Dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn jemand Maschinen zur Verfügung hat, warum nicht. Aber einfach mal die Kosten für eine solche Fläche ausrechnen. Beim LR I kostet das Hektar Saatgut etwa 200 Euro, das sind bei einer Standzeit von 5 Jahren 40 Euro das Hektar. Davon bekommt man nicht mal ne günstige Zwischenfruchtmischung. Rechnet man noch unseren Zuschuss vom Landesjagdverband bei mehrjährigen Anlagen ein, wird es noch interessanter..
Der Kostenfaktor auf die Laufzeit runtergebrochen ist ein guter Punkt.
Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass LR1 für Rehwild wohl gute Deckung und auch Äsung bietet, letzteres aber stark nachlassend ab Standjahr 2.
Wenn also jemand seinen Fokus vielleicht auf Rehwild und Fasan gelegt hat und beispielsweise keine Hühner vorkommen, dann kann so ein zweijähriger Wildacker schon eine andere Gewichtung haben, als er es bei uns üblicherweise hat.

Wenn ich uneingeschränkte Möglichkeiten hätte, hätte ich in meinem Revier große Flächen mit LR1, dann welche mit Schilf und Miscanthus, ein paar Grünlandstreifen, ein bisschen Altgras und einige 2-jährige, wirkliche WildÄCKER.

Unrealistisch? Sicher. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen...:giggle:

(y)Nicht nur wahrscheinlich sondern sogar sicher !

Beim Rest Deines Postings liegen wir sowieso auf einer Wellenlänge. (y);)
 
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die ansprüche an die jagd in der heutigen zeit sind sehr hoch, wenn man sich anschaut, was mit unseren wäldern ist und wie aufgrund der klimatischen bedingungen sich auch die sauen vermehren und verbreiten. vom rotwildmanagement ganz zu schweigen, wo es vorkommt.

und da liegt eben m. e. das große problem im selbstverständnis der deutschen jagd. aufgabe der jagd des 21. jahrhunderts ist es nicht, die besseren naturschützer abzugeben. vielmehr müssen jäger und naturschützer zusammenrücken und sich die arbeit teilen, anstatt sich anzufeinden oder gegenseitig die kompetenz abzusprechen.

hecken pflanzen, grünflächen betreuen, sträucher auf stock setzen u.v.m. können viele menschen, aber nur wir können und dürfen die hege mit der bixn betreiben. folglich ist genau das unsere vorderste aufgabe.

wir stehen nicht im wettbewerb mit den naturschützern. wir egänzen den schutz der natur prioritär mit der bixn und wenn mir damit fertig sind und noch zeit finden, mit dem gärtnern.

das hat aus meiner sicht überhaupt nixn mit verbänden zu tun. das leitet sich aus den erfordernissen im umgang mit der natur und dem wald als zukunftsprojekt gewissermaßen zwingend ab und ist bei emotionsfreier lesart mit dem § 1 BJagdG völlig d´accord.
Die Quintessenz aus deinem Beitrag ist also: Es zählt eigentlich nur der Wald (wegen seiner Funktion im Bereich Klimastabilität?!) und deshalb ist es erste und quasi einzige Aufgabe des heutigen Jägers, Schalenwildbestände zu reduzieren.
Um alles andere darf sich (sozusagen als Hobby) gerne gekümmert werden, wenn das erledigt ist.
Ökologisch wertvolle Heckenpflege, Lesesteinhaufen auftürmen etc., darum sollen sich vor allem erstmal die anderen Naturschützer kümmern.

Habe ich das soweit richtig wiedergegeben?
 
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Was das hier verloren hat erschließt sich mir auch nicht so richtig. Wenn ich da Rotwild lese wird es das im Niederwildrevier nicht so häufig geben und da gerade mal 32% der Fläche Deutschlands bewaldet sind dürfte die Fläche wo man sich um was anderes als Knospenbeisser kümmern kann durchaus relevant sein.
Wer natürlich damit überfordert ist sein Rehwild soweit zu reduzieren das man es nicht alle Nase lang von der Straße kratzen muss und keine Zeit für was "anderes" hat sollte vielleicht doch besser Briefmarken sammeln.
Sauen ist natürlich nur großflächig beizukommen und wenn die Schaden machen muss man ran, die kommen aber nicht 365 Tage im Jahr.
Wie gesagt ich schreibe hier von Niederwildrevieren wovon es in Deutschland ( zumindest noch von der Grundstruktur her) genügend gibt.
 
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11 Dez 2006
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Gut das mir die Aufgaben der Jagd hier mal so gut erklärt wurden.... (y)
Somit hab ich eigentlich nix mehr zu tun im Revier.
Naturverjüngung wäre hier auch toll, .... und ich würd da auch gern mithelfen.... leider hab ich eigentlich gar keinen Wald im Revier.... ausser bisserl Erlenbrennholzbestände....
Waldanteil ist unter 10%
Und jetzt ?Achsoja - ich warte darauf, das unsere Naturschützer bei mir im Revier tätig werden.
Aber da war doch was mit dem Jagdgesetz, oder ? Mal schaun:

Art. 1 BayJg
Gesetzeszweck



(1) Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur.
Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in ihrer Vielfalt zu bewahren.

(2) Dieses Gesetz soll neben dem Bundesjagdgesetz dazu dienen:
1.
einen artenreichen und gesunden Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis zu seinen natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten,
2.
die natürlichen Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern und zu verbessern,
3.
Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung durch das Wild möglichst zu vermeiden, insbesondere soll die Bejagung die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen,
4.
die jagdlichen Interessen mit den sonstigen öffentlichen Belangen, insbesondere mit den Belangen der Landeskultur, des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen.


Also neben dem Anspruch das Jagd auch für natürliche Verjüngung zu sorgen hat,
lese ich da auch noch so Dinge wie ARTENREICH und nicht schalenwildarm.
Da steht auch etwas von Lebengrundlagen DES WILDES zu sichern und zu verbessern - ein Blick in die Auflistung der Tierarten, die rechtlich als WILD bezeichnet werden, lässt einen erstaunt erkennen, das dort nicht nur Schalenwild aufgelistet steht.
Und - zu guter letzt - steht da was vom Ausgleichen der Jagdlichen Interessen und nicht die Unterordnung derselben - z.B. unter den Naturschutz.
Schon garnicht lässt sich dort eine Zuständigkeit von Naturschutzgruppen für den Lebensraum des Wildes ableiten.

Nachdem sich die Erle bei mir hervorragend verjüngt, widme ich mich, gemeinsam mit den Jagdgenossen, weiterhin den anderen Aufgaben, die uns durch das BayJg aufgegeben werden.
 
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27 Nov 2016
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Und jetzt ?Achsoja - ich warte darauf, das unsere Naturschützer bei mir im Revier tätig werden.
Oh, Du wirst lange warten müssen. Die Handvoll an Naturschützern die wirklich etwas tun und anpacken möchten, sind längst aus den ideologisch verblendeten Spendensammelclubs ausgetreten. Der Rest sind Theoretiker, die versuchen Dir als Praktiker die Welt draußen zu erklären und nicht müde werden dümmliche Gutachten zu verfassen mit denen man bei Landkreisen etc. Stimmung gegen Jäger machen kann und einige ganz helle vergraben Plasteeimer und stellen Krötenzäune auf, die Sauen freuts;)
Als es mal losging mit NANU und BUMS war ich als Jäger in einem Moorrevier aktiv, es gab eine gemeinsame Aktion mit "Naturschützern" und Jägern, da sollte an 4 Samstagen Birkenanflug entfernt werden, beim ersten Termin waren ausser uns Jägern noch 2 Hände voll Naturschützer dabei, am nächsten Samstag noch exakt eine Dame, dann nur noch Jäger...
 
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Ich sage nicht, dass man das alles alleine schaffen kann. Man braucht im Reviere in Team wo jeder seine Aufgaben hat und auch erledigt. Ja ich gehe viel auf die Jagd, sagen wir täglich als Fulltimejob. Das kann nicht jeder, ist klar. Aber es geht ums Aufzeigen von Machbarem. Unser Revier ist kein Einzelfall und ich kenne viele Waidkameraden, die es auch geschafft haben, wieder ansehnliche Niederwildbesätze zu haben.
Alles kommt nicht sofort. Bis Niederwild positiv reagiert, braucht es eine Anlaufphase. Da wird häufig aufgegeben, weil nach einem Jahr keine sichtbaren Erfolge eintreten. Oder weil der innere Schweinehund den Maibock mit Geburtsfehler (zu nah an der Grenze) über das Fuchsheck stellt. Die paar Böcke bekommt man immer noch. Wir müssen keinen Rehwildkrieg betreiben.
Außerdem haben wir da Mitjäger, die sich da gerne einbringen. Wir sind 8 Leute.
Jetzt ist es Zeit für den letzten Schluck Kaffee, draußen wartet die Drohne. Heute werden große Kleegrasflächen gemäht. Ist natürlich für viele kein Thema so etwas.
So ist es, allein geht halt leider nichts. Ich geb gerne zu das ich jedes Jahr nicht so viele Füchse erlege, einfach weil das nächtliche sitzen etc. Für mich arbeitsbedingt nicht so oft in Frage kommt, das erledigen dann halt andere die ohnehin aufgrund von Nachtschichten etc. Einen ganz anderen Rhythmus haben. Bin dafür bei den Marderartigen ganz vorn dabei, und bei den Krähenvögeln und was das füttern, wässern, Kunstbau-Bauen und Co. Betrifft. Man braucht nur eine gute Mischung an Mitjägern, und wenn wie beschrieben alle ihre Hausaufgaben machen, ist etwas möglich.
Weiter oben hab ich was von "schaffen den Schalenwildabschuss nicht" gelesen...also ich kenne kein Niederwildrevier in dem es an Interessenten für Schalenwildbejagung mangelt, eher an Raubwildbejagung, und ich glaube das können mir hier sicher einige aus ihnen bekannten Revieren bestätigen.

Lg und WMH
 
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Gut das mir die Aufgaben der Jagd hier mal so gut erklärt wurden.... (y)
Somit hab ich eigentlich nix mehr zu tun im Revier.
.....
Nachdem sich die Erle bei mir hervorragend verjüngt, widme ich mich, gemeinsam mit den Jagdgenossen, weiterhin den anderen Aufgaben, die uns durch das BayJg aufgegeben werden.
Schade, dass man nur 1 x Daumen hoch vergeben kann.
Ich setzte hier dafür noch mal zwei hin. (y)(y);)
 
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@Bluadwurz
Nachdem ich nicht vorschlafen muss, weil der Wind heute nicht passt noch ein paar Anmerkungen von Dir.
1. Mit Auszeichnungen habe ich es überhaupt nicht und eine für Wald vor Wild würde ich erst Recht nicht annehmen. Der richtige Ansatz wäre Wald UND Wild.
2. Das jeder den Sinn der Jagd anders legt ist so. Aber die Mitforisti haben hier ja bereits fundiert versucht, in Dein Weltbild einzubrechen.
3. Es ist richtig, Sauenprobleme haben wir (keine) mehr seit dem Einsatz von Nachtzieltechnik. Zudem wurde durch die Bioumstellung der Maisanbau gewaltig reduziert. Wegen der letztjährigen Trockenheit haben jedoch einige Landwirte ihre Kleegrasbestände nach dem ersten Schnitt umgebrochen und jetzt ist Mais (teilweise Biomais) drauf. Der Zeitaufwand für die Saujagd ist stark zurück gegangen. Es sind im Revier 3 Nachtzielvorsatzgeräte im Einsatz, WBG hat jeder . Heuer werden die Karten wieder neu gemischt.
4. Rotwild haben wir jetzt im Privatrevier nur als Wechelwild, bejagen es aber nicht. Vorher war ich 43 Jahre im Rotwilddkerngebiet und am Rotwildkonzept dieses BAYSF-Betriebes könnten sich manche Jäger ein Stück abschneiden. Es hat bis zum letzten Tag Spaß gemacht dort zu jagen. Hätte jederzeit weiter jagen können, aber nach CZ sind es weniger Kilometer.

Alles was ich hier schreibe hat eine praktischen Hintergrund. Hier sind viele Theoretiker "unterwegs" die anderen Theoretiker "beraten" oder "missionieren" wollen. Da kracht es dann öfters mal. Daher: Bitte Bilder und Fakten über das persönliche Erschaffene, davon lebt dieses Forum. Davon können andere etwas lernen, aber nicht von Ideologien.
 
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@Bluadwurz
Nachdem ich nicht vorschlafen muss, weil der Wind heute nicht passt noch ein paar Anmerkungen von Dir.
1. Mit Auszeichnungen habe ich es überhaupt nicht und eine für Wald vor Wild würde ich erst Recht nicht annehmen. Der richtige Ansatz wäre Wald UND Wild.
2. Das jeder den Sinn der Jagd anders legt ist so. Aber die Mitforisti haben hier ja bereits fundiert versucht, in Dein Weltbild einzubrechen.
3. Es ist richtig, Sauenprobleme haben wir (keine) mehr seit dem Einsatz von Nachtzieltechnik. Zudem wurde durch die Bioumstellung der Maisanbau gewaltig reduziert. Wegen der letztjährigen Trockenheit haben jedoch einige Landwirte ihre Kleegrasbestände nach dem ersten Schnitt umgebrochen und jetzt ist Mais (teilweise Biomais) drauf. Der Zeitaufwand für die Saujagd ist stark zurück gegangen. Es sind im Revier 3 Nachtzielvorsatzgeräte im Einsatz, WBG hat jeder . Heuer werden die Karten wieder neu gemischt.
4. Rotwild haben wir jetzt im Privatrevier nur als Wechelwild, bejagen es aber nicht. Vorher war ich 43 Jahre im Rotwilddkerngebiet und am Rotwildkonzept dieses BAYSF-Betriebes könnten sich manche Jäger ein Stück abschneiden. Es hat bis zum letzten Tag Spaß gemacht dort zu jagen. Hätte jederzeit weiter jagen können, aber nach CZ sind es weniger Kilometer.

Alles was ich hier schreibe hat eine praktischen Hintergrund. Hier sind viele Theoretiker "unterwegs" die anderen Theoretiker "beraten" oder "missionieren" wollen. Da kracht es dann öfters mal. Daher: Bitte Bilder und Fakten über das persönliche Erschaffene, davon lebt dieses Forum. Davon können andere etwas lernen, aber nicht von Ideologien.

ach colchicus, jagd hat doch nixn mit ideologie zu tun. ideologien sind was für verbände, damit es lustisch ist und bleibt. :cool:

jagd ist ganz einfach. jagdgesetz und waldgesetz und gut ists.
damit ist die jagdliche sinnfrage allumfassend beantwortet/geklärt.

was uns alle miteinander unterscheiden darf, kann, soll und tut:

die motivlage, weshalb wir uns als individuen an den jagdlichen pflichten zur erfüllung der ziele im ehrenamt gegen entgelt oder gratis beteiligen und wie wir das tun.

das hat aber auch nixn mit "theorie" zu tun. wer die verantwortung übernimmt, ...... gleich ob drei jahresjagdscheine oder 100.

deshalb haben diese ganzen debatten um die jagd im prinzip nur reinen unterhaltungswert. diesen ganzen schmarrn mit wald vor und mit ... kann man sich sparen.

im kindergarten lernt der kleine mensch bereits, dass ohne pflanzen kein leben möglich ist. was im zweifel prio hat, ist also klar. die pflanze braucht weder mensch noch hirsch noch reh noch sau. umgekehrt wird ein schuh draus und schon ist die ideologie und theorie zu ende. ;) schießen wäre dann der praktische teil. gut, mir klar, dass das stark verkürzt erscheint, aber wir betreiben keine wissenschaft und mit der jagd ist es wie mit der kunst oder in der architektur. minimalismus und klarheit fördern das verständnis und reduzieren den interpretationsspielraum. die erfüllung der mission mit gleichgesinnten (also freundschaften) macht die sache dann noch rund .... (zumindest in der theorie :D).

ansonsten bestätigt du ja mit deinen aussagen zu den persönlichen verhältnissen meine vermutung. du hast entspannte jagdliche verhältnisse und dehalb konntest du dir ein solches paradies auch schaffen. ist nur nicht der normalfall und das ist wiederum keine theorie sondern praxis.
 
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ansonsten bestätigt du ja mit deinen aussagen zu den persönlichen verhältnissen meine vermutung. du hast entspannte jagdliche verhältnisse und dehalb konntest du dir ein solches paradies auch schaffen. ist nur nicht der normalfall und das ist wiederum keine theorie sondern praxis.
Ich muss da wieder einhaken und das ist nicht mal böse gemeint (glaube es mir oder nicht) aber ich möchte dir empfehlen, dir auch in anderen Teilen der Republik oder zumindest Bayerns einmal ein Bild der Lage zu machen. Die Gegebenenheiten sind von Region zu Region doch stark unterschiedlich und da reichen oft nur ein paar km. Du scheinst die Lage ziemlich ausschließlich aus deiner Kante zu beurteilen und auf den ganzen Rest zu projezieren.
Vielleicht würde sich beim Blick über den Tellerrand ja zeigen, dass die Verhältnisse bei Colchicus gar nicht so außergewöhnlich "entspannt" sind, sondern die eigenen - sagen wir - zugespitzt?

Nur so ein Gedanke...
 
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Vielleicht würde sich beim Blick über den Tellerrand ja zeigen, dass die Verhältnisse bei Colchicus gar nicht so außergewöhnlich "entspannt" sind, sondern die eigenen - sagen wir - zugespitzt?
Hat er mir doch auch schon erklärt, und hier ist es das glatte Gegenteil von @colchicus. Der kennt die Jagd nur aus dem Internet, und wenn einer ne runde Sache schildert, meint er, das wär easy. Weil man nicht ständig jedes krätzige Detail ausmalt. Die Realität (im Gegensatz zu "Praxis") ist eben in Erzählungen nur sehr bruchstückhaft wiederzugeben. Memes. Wer die Situation aus eigenem Erleben kennt, versteht zwischen den Zeilen zu lesen. Wer sich daraus ohne eigene Erfahrung was zusammenreimt, wird notwendig schiefliegen. Das nötige Quentchen Skepsis gegenüber der eigenen Sicht der Dinge ist mühsam erworben.
 
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