Wer hat Erfahrung mit Jagd in Rumänien

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#1
Hallo, bin zwar Schwäbin (in Hohenlohe), habe aber auch ein Domizil in Rumänien und kann leidlich Alltagsrumänisch. Mein Traum ist es in den Karpaten Jagen zu gehen.

Nun habe ich auch einen deutschen Anbieter gefunden (Merle) der mir sehr seriös erscheint. Hat jemand Erfahrung mit Jagd, Waffen- und Trophäentransport aus Rumänien und evtl. den Fußangeln, die mich alt aussehen lassen könnten? Ich kenne und liebe die Rumäner, aber sie sind noch schlitzohriger als die Hohenloher, was wirklich schon ein Kompliment ist. Worauf muss ich achten?
Es soll auf Rothirsch mit Brunft gehen und die Trophäenstärke ist Nebensache. Kann mir jemand Tipps geben?
Danke im voraus (und bitte nur informative Antworten, denn für Machomails und Blabla ist mir meine Zeit zu schade, da sitze ich lieber im Wald)
Wegwarte
 
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#4
Das Venedigerweibl und ihr Gemahl sind letzten Frühjahr durch das Banat gefahren. Bei der Gelegenheit wurden sie von einem schon länger persönlich bekannten, lokalen Polizeikommandanten aus der Gegend von Reschitza zur Jagd eingeladen.

Gejuckt hätt's uns schon, mit geborgten Büchsen durch die Wälder zu streifen. Letztendlich haben wir aber dankend abgelehnt, weil uns die rechtliche Zulässigkeit nicht so ganz klar war und auch, weil wir unsere Chancen auf Jagdglück als minimal eingeschätzt haben.

Was man im Banat erwarten darf: Einen jungen, scharfäugigen Pirschführer von einem lokalen Roma-Clan, der zumindest als Wilderer rudimentäre jagdliche Erfahrung mitbringt. Der Rest des Clans versorgt dann das allenfalls erlegte Wild.

Was man nicht erwarten darf: Jagdliche Einrichtungen wie Pirschsteige oder Ansitze. Weil in dem von uns bereisten Teil des Banats so gut wie keine Forstwirtschaft betrieben wird, gibt es auch keine Schläge und freies Schussfeld findet man am ehesten noch zum Gegenhang hinüber.
 
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#6
PHP:
Diana Jagdreisen
Die Jagd ist fordernd – keine Ansitzjagd von der Kanzel

Ihr Führer macht sich mit Ihnen auf die Suche nach den schweren röhrenden Hirschen oben in den Bergen. Oft ist es möglich, sie heranzurufen. Geniessen Sie eine herausragende, harte Jagd über den Tälern, die vom Beben der Brunftrufe erzittern. Es wird eine intensive, ergreifende und unvergessliche Jagd. Sie können diese Reise auch mit einer Jagd auf Braunbären, Schwarzwild oder Wolf verbinden.

In unserem Kern-Rothirsch-Revier liegt die durchschnittliche Trophäengröße zwischen 7kg und 9kg. Aber es können auch schwerere Hirsche gefunden werden, 2014 wurde eine Trophäe von 11kg erlegt. Das Gelände ist eine unglaublich atemberaubende Bergregion mit großem Waldanteil. Die Fahrt zum nächsten internationalen Flughafen dauert um 2 Stunden.

Normalerweise sind die Reviere etwa 15.000 Hektar groß.

Jagdzeiten:

Rothirsche: 01.09.-15.12.
Brunft: 20.09.-10.10.
 
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#7
Werbesprüche...............

Ich habe in den Süd-Karpaten mehrere Brunften erlebt.
Auch in Rum/ den Karpaten sind dicke und wirklich alte Hürsche kaum vorhanden.
Die Zeiten v. Nadler, Philipowicz, Böhm sind fast ein Jahrhundert vorbei.

Der Karp.-Hürsch ist schwer im Wildbret, Maral Typus. Geringe Kronenbildung, kaum Brunftmähne.
Große Kahlwildrudel gibt es nicht. Oft brunftet der H. mit Tier und Kalb abseits alleine.
Und meldet auch wegen der geringen Wilddichte spärlich oder kaum.
Große Auswahl gibt es nicht. Der Jäger muss schießen auf jeden Hirsch, der jagdbar ist.

Komfort, Verpflegung kein Vergleich mit Ungarn oder Polen.
Die rum. Straßen sind bessere Feldwege mit Löchern / Schäden dass einem Hören und Sehen vergeht.
Per PKW nur mit einem wirkl. Gelände tauglichen 4x4. Reserve Reifen nicht vergessen.

Wmh R-M
 
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#8
War über Merle 3 x in Rumänien auf Rot-, Dam- und Schwarzild (94 bis 98 ) er selbst war jedesmal mit Anwesend oder im näheren Umkreis.:thumbup:
Achtung bei den Rumänischen Pirschführern:evil: waren damals sprichwörtlich zu Doof richtig anzusprechen wie es heute ist weiß ich nicht,
dass verhalf mir jedoch zu meinem Lebenshirsch 11,5 kg für deutlich weniger Geld.
 
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#10
Werbesprüche...............

Ich habe in den Süd-Karpaten mehrere Brunften erlebt.
Auch in Rum/ den Karpaten sind dicke und wirklich alte Hürsche kaum vorhanden.
mit Verlaub, ein Quatsch.Aber wo sind alte Hirsche in Wildnisgebieten leicht zu kriegen ?
Die Jäger dort, sehen einen Hirsch von 100 Pirschgängen 2x.......

Die Zeiten v. Nadler, Philipowicz, Böhm sind fast ein Jahrhundert vorbei.
Leider

Der Karp.-Hürsch ist schwer im Wildbret, Maral Typus. Geringe Kronenbildung, kaum Brunftmähne.Exakt
Große Kahlwildrudel gibt es nicht.Jawohl Oft brunftet der H. mit Tier und Kalb abseits abseits von was,im Hotel ? alleine.
Und meldet auch wegen der geringen Wilddichte spärlich oder kaum. will Dich nicht kränken,totaler Nonsens
Große Auswahl gibt es nicht. Der Jäger muss schießen auf jeden Hirsch, der jagdbar ist.
Das ist richtig,es gibt dort keine Hochsitzhirsche,so gut wie.
Bestände sind nicht durchnummeriert.Auf dem Hochsitz bist Du nur, um mal Pause zu machen.Wennst überhaupt einen siehst.
Hansi ,Seppi, Albert und wie die Hirsche im Allgäu,in der Schorfheide, oder in Ungarn auch heißen mögen.
Sowas klappt dort nicht
Dort verschwinden die Hirsche nach der Brunft in den Wäldermeeren,namenlos.
Die Jäger sind nur in der Brunft oben.



Komfort, Verpflegung kein Vergleich mit Ungarn oder Polen.
Urige Hütte in den Bergen und gute Verpflegung von der Mutter des Berufsjägers, sollte Dir auch recht sein

Die rum. Straßen sind bessere Feldwege mit Löchern / Schäden dass einem Hören und Sehen vergeht.
Per PKW nur mit einem wirkl. Gelände tauglichen 4x4. Reserve Reifen nicht vergessen.
Auch das stimmt nicht,die großen Verbindungsstraßen sind alle OK( Siebenbürgen) ,waren bei den Ossis vor der Wende auch nicht besser und viele sind lebend auch von dort wieder zurückgekommen.
Im Revier steigst Du eh auf den Jägerjeep um.


Wmh R-M

Wer 1x im Leben sich einen starken Hirsch leisten mag und 100% zu Schuss kommen will, ist garantiert Ungarn besser aufgehoben.
Wer die wirklich tollen Reviere, wie Labod oder Zala sich leisten kann, soll dort hinfahren.
Er muss auch mögen,dass die Jäger dort Busweise zur Brunft aussteigen :-(
Wer das Glück hat ,die Hirschbrunft öfter geniessen zu dürfen,der sieht in der Karpaten-Wildnis die Königsklasse der Hirschbrunft.
Eine Gegend für Kerle.
 
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#11
Danke Euch! Was mir Eure Antworten sagen ist, dass es sehr unterschiedliche Einschätzungen gibt.
Nun mag man(n) lachen, aber mir geht es nicht um die Trophäe, es wird schon schwierig genug, das Ding durch den Zoll zu bekommen. Mir geht es ums Jagderlebnis. Und sorry, Rumänien (Siebenbürgen) habe ich als Schwäbin zu meiner zweiten Heimat gemacht und bin jedes mal froh, durch Ungarn durch zu sein. Busseweise Jäger... ich würde davon laufen.
Und wenn wir Wolf, Bär , Fuchs und Sau sehen - allein die Vorstellung in diesen Wäldern unterwegs zu sein, hier glaube ich ist wirklich noch Natur um die sich keiner kümmerte, dann wäre das gut. Und noch besser einen mittleren Hirsch zu schießen.
Was Unterkunft und Speisen angeht ebenso bei den Straßen habt Ihr beide recht - aber mir gefällts. In unserem Haus dort hole ich auch das Wasser aus dem Brunnen (und wir haben eine Spülmaschine und Internet). Der Tipp mit der Möglichkeit nur die Brunft ohne Schuss zu erleben hast du mich auf eine Idee gebracht, mit den dortigen Jägern doch noch mal in Kontakt zu treten. Das mit der Abschusserlaubnis ist dort schwierig, Cites gibt es dann auch keine, aber mitnehmen könnten sie mich. Mal sehen, angeblich gibt es in Rumänien auch Jägerinnen...
Mir ging es bei meinen Fragen in erster Linie um praktische Tipps:
So kann ich inzwischen einen eines Freundes weitergeben:
Immer noch mal auf einem Papier in Landessprache den Jagdleiter unterschreiben lassen, welche Klasse man schießen will, denn nach dem Schuss ist man sonst viel mehr Geld los als gebucht.
Mit dem Zettel hat einer statt 22000€ nur 7000 € (wie gebucht) gezahlt.

LG Wegwarte
 

steve

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#12
Gibt es seitdem noch neue Erfahrungen, ggf. sogar mit Merle-Jagdreisen? Besonders spannend wären Erfahrungen mit der Gamsjagd in den Karpaten.

Vielen Dank, Wh und guten Rutsch
Steve
 
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#13
sind mit Merle heuer gefahren.Alles in Ordnung und reel.Das ein Hotel für Jäger zur Hirsch-Brunft nicht passt war uns klar,aber es gab für dieses schöne Revier keine andere Möglichkeit.Ein Hirsch wurde um mein paar Hundert Gramm nach unten gewogen(vom Rumänischen Jagdchef)hat er nicht akzeptiert....OK seis drum.
Was ich aber komisch fand,die Koffer noch nicht ausgepackt und schon war die Rechnung aufm Tisch.Völlig legitim,aber kein Anruf,keine email wie es denn war,obs uns gefallen hat etc. Und das bei drei Neukunden.Merle ist in Ordnung,Kundenpflege sieht in meinem Betrieb anders aus.
 
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#14
sind mit Merle heuer gefahren.Alles in Ordnung und reel.Das ein Hotel für Jäger zur Hirsch-Brunft nicht passt war uns klar,aber es gab für dieses schöne Revier keine andere Möglichkeit.Ein Hirsch wurde um mein paar Hundert Gramm nach unten gewogen(vom Rumänischen Jagdchef)hat er nicht akzeptiert....OK seis drum.
Was ich aber komisch fand,die Koffer noch nicht ausgepackt und schon war die Rechnung aufm Tisch.Völlig legitim,aber kein Anruf,keine email wie es denn war,obs uns gefallen hat etc. Und das bei drei Neukunden.Merle ist in Ordnung,Kundenpflege sieht in meinem Betrieb anders aus.
Egon hat Stress. Sollte ich nochmal nach Rumänien fahren ist Merle meine 1. Adresse.
 
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#15
Ein Hirsch wurde um mein paar Hundert Gramm nach unten gewogen(vom Rumänischen Jagdchef)hat er nicht akzeptiert....OK seis drum.
Kein Wunder, geht ja von seinem Geld ab. In der Regel satteln Jagdveranstalter genau 100% auf die Trophäenpreise des Jagdpächters drauf; handelt der kundenfreundlich, verdient der Veranstalter weniger.
 
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