Besenderte Hirsche geschossen - Anzeige von Jägern

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#1
Im Rotwildgebiet Nordschwarzwalddrei wurden 3 besenderte Hirsche geschossen.
Das ist per se schon ein wenig doof...bei einem könnte man noch sagen "schlechtes Licht", "zu viel Verjüngung"... aber bei dreien derer?

Nun hat die Vorsitzende des „Aktionsbündnis zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume in Bayern“ Anzeige erstattet.
Ich kenne dieses Aktionsbündnis nicht...jedoch drängt sich mir hier die Frage auf: was kümmert es irgendwelche Bündnismenschen in Bayern,
was in Baden-Württemberg jagdlich geschieht?

Wer kennt dieses Aktionsbündnis, und wie sind die einzuordnen?

Nein, ich war keiner der beteiligten Jäger...;)


https://www.pz-news.de/region_artik...t-Anzeige-gegen-die-Jaeger-_arid,1280832.html
 
G

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Guest
#2
Die Wildbiologin Ch. Miller kennt man als Jäger wohl schon, die rührt überall herum...(kein weiterer Kommentar dazu von mir).

Unabhängig davon ist es eine Frechheit , besenderte Wildtiere aus einem NP-Telemetrieprojekt zu schießen, das ist völlig unnötig und zeigt für mich unglaubliche Ignoranz mancher Jagdscheininhaber .
(achso, ist viell. nachts passiert, da konnte man es ja nicht sehen, na dann....:giggle:)

Erkenntnisse aus Wildforschungs-Projekten sollten jeden ernsthaften Jäger interessieren, so viele gibt's bisher davon nicht und es ist gängige Praxis, besenderte Exemplare zu schonen.
 
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#3
Die Fr Dr. Christine Miller war schon öfter Forenthema. Musst mal ein bisschen suchen. ;)
 
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#4
Man muss auch mal über den Tellerrand hinaus blicken.
Frau Dr. Miller ist Vorsitzende des Vereins "Wildes Bayern".
Und als anständige(r) Bayer/in kann man ja durchaus einen gewissen Schuldkomplex haben, dass hier so was wie ein Ö?V gegründet wurde und sich auch noch in andere Bundesländer ausgebreitet hat.

Denn was Anhänger solcher Sekten von sich geben, ist ja auch nicht gerade dazu geeignet, die Hände in den Schoss zu legen.

Rotwild im Wald ist so wünschenswert wie der Wolf oder die Wildsau auf dem Feld. Daher: sollte sich etwas einstallen wollen, wird alles daran gesetzt, es essbar zu machen.
https://forum.wildundhund.de/threads/das-liebe-rotwild.118500/page-15#post-3869633

https://forum.wildundhund.de/threads/weniger-jagddruck-auf-rehe.119392/page-29#post-3898217
 
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#5
Was die Telemetrieprojekte angeht, gebe ich euch völlig recht. Das ist selten dämlich.

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie so was passieren kann. Ich könnt mir vorstellen, dass es evtl auch der Tatsache geschuldet ist, dass auf unserer Landesfläche Rotwild noch zwischen 5-10% einnehmen darf. Vielleicht waren die Jäger dort einfach trigger-happy, da man RW doch selten vor hat.

Mir kam nur die Anzeige von über der Grenze irgendwie seltsam vor.
 
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#7
...
Mir kam nur die Anzeige von über der Grenze irgendwie seltsam vor.
Mir kommt es seltsam vor, dass in BW niemand konsequent dagegen vorgegangen ist, und das muss eine strafrechtliche Prüfung und natürlich vollständigen Schadenersatz mit einschliessen.
Ich bin gespannt, ob wieder die üblichen Verdächtigen involviert sind.
 
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#9
Aber rein rechtlich gesehen doch wohl kein Problem, oder? Gehen die besenderten Wildtiere durch diesen Akt in den Besitz des Forschungsvereins über?

Doof ist die Aktion wohl schon, aber es wird schon mehr dahinter stecken.

Schadenersatz, warum? Bzw. wo ist die gesetzliche Grundlage?

Nicht, dass der Eindruck entsteht ich fände die Aktion als gelungen, besendertes Wild zu erlegen, warum? Auch wenn man mit den entsprechenden Akteuren in keinem guten Verhältnis steht.
 
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#11
Viel Geschrei erstmal, aber kein Wort von den Schützen. Wild ist erstmal herrenlos, auch ein Sender bedeutet kein Besitzanspruch. Ich kenn das hier mit besenderten Sauen, dass der Hinweis gegeben wurde, man solle sie wenn möglich ziehen lassen. Aber falls sie trotzdem zur Strecke kommen, bitte die Sender zurück an den Adressaten.

Inwieweit dort allen Jägern das Projekt nahe gebracht wurde muß mE noch dargestellt werden.


CdB
 
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#13
Viel Geschrei erstmal, aber kein Wort von den Schützen. Wild ist erstmal herrenlos, auch ein Sender bedeutet kein Besitzanspruch. Ich kenn das hier mit besenderten Sauen, dass der Hinweis gegeben wurde, man solle sie wenn möglich ziehen lassen. Aber falls sie trotzdem zur Strecke kommen, bitte die Sender zurück an den Adressaten.

Inwieweit dort allen Jägern das Projekt nahe gebracht wurde muß mE noch dargestellt werden.


CdB
So eine Ansage kenne ich aus Sachsen auch, in Bezug auf Rotwild.
 
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#14
Ein besendertes Alttier dem Kalb wegschiessen wäre selten dämlich. Wenn die Behörden zu dem damaligen Zeitpunkt nicht aufgeworfen haben, dürfte an dem Vorwurf nix dran sein. Bei fleißiger Beobachtung dürfte ja bekannt gewesen sein, ob die Stücke noch führen oder nicht. Wenn's nach der Millerin geht, dürften ältere weiblich Stücke gar nie nicht geschossen werden. Mit der Kirche im Dorf hat sie's nicht so.
 
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#15
Aber rein rechtlich gesehen doch wohl kein Problem, oder? Gehen die besenderten Wildtiere durch diesen Akt in den Besitz des Forschungsvereins über?
Eventuell doch.
Frau Dr. Miller hat nicht umsonst die Frage thematisiert, ob es sich um führende Alttiere gehandelt hat.

Doof ist die Aktion wohl schon, aber es wird schon mehr dahinter stecken.
Ob ausser dem bekannten Rotwildfieber und ev. Rotwildhass mehr dahinter steckt, bezweifle ich bis zum Beweis des Gegenteils.

Ein besendertes Alttier dem Kalb wegschiessen wäre selten dämlich. ....
Nur weil etwas selten dämlich wäre, heist das leider nicht, dass es nicht gemacht wird.
Und zu WISSEN, dass bei den besenderten Alttieren keine Kälber dabei sind, würde auch bedeuten, dass man WEISS, dass besenderte Alttiere ohne Kälber unterwegs sind und dass man eines der besenderten Alttiere vor sich hat ...
 
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