.308 oder .30-06 als Universalkaliber

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Nur weil in Foren viele die Einheitspatrone 308 schiessen und sich immer wieder aufs neue bestätigt wissen wollen oder müssen sollte man trotzdem die Limitierungen der 308 kennen.
Mein erster Repetierer war vor fast 30 Jahren eine .30-06 - z.Z. habe ich dieses Kaliber nur noch in der S303. Die .308Win habe ich jetzt seit knapp sechs Jahren und bisher konnte ich noch keine Limits gegenüber der .30-06 erkennen.

Natürlich bekomme ich etwas mehr "Dampf" bei gleichem Geschoss - aber zu welchem Preis?
Und brauche ich diesen "Dampf" tatsächlich für das gewünschte Ergebnis?

Ich habe mit beiden Kalibern erfolgreich Wild von Hasengröße bis Sau in der 90 kg Klasse erlegt - Unterschiede grundsätzlich nicht erkennbar. Mit der .308Win hingegen habe ich auch mehrfach jenseits der 200kg Lebendmasse Wild strecken können - problemlos - daher weiß ich was die Patrone kann, welche ich in dem Kaliber stopfe. Auch das könnte meine .30-06, aber auch hier wieder der Preis: mehr Pulver, mehr Lärm, mehr Belastung für den SD usw.

Daher halte ich die .308Win für Europa (und darüber hinaus) für mehr als ausreichend - da liegt die Frage eher beim passenden Geschoss. Und die modernere Patrone ist sie ohnehin, gerade im Hinblick auf die oben genannten Punkte.

Aber jeder der die .30-06 hat oder sich zulegen will, macht damit bestimmt ebenfalls keinen Fehler!
 
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da mrbigshot selbst einen langen lauf in der lederhose trägt wählte er 3006 einzig aus dem grund weil er die kurze hülse der 308 hässlich findet .
 
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Stimmt auch nicht. Dass mag für die bleihaltigen gelten. Die bleifreien die so angeboten werden haben bei schwererem Geschoss durch die Bank die gleiche oder höhere V0 wie 308er.
Wen interessiert denn V0? Die VZ ist doch wichtig.

Nehmen wir mal das 160grains HIT von RWS. Das wird mit einer V0 von 830m/s (wahrscheinlich sehr optimistisch wie bei RWS üblich) beworben. Tas TSX braucht mindestens 600m/s dass es vernünftig anspricht. Bei 250m ist also Ende im Gelände.

Bei der .308 mit dem 150grains GMX hat die Murmel auf 375m noch die notwendige Geschwindigkeit um sicher zu funktionieren, bei der Nosler E-Tip 168grains Labo sogar bis 400m.
 
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Werter Wheelgunner_45ACP-

Na, ob das noch so stimmt?
Und gerade der TS hat ja auf größere Entfernungen hingewiesen, und auf die Alpen.

derTschud
 
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Wen interessiert denn V0? Die VZ ist doch wichtig.

Nehmen wir mal das 160grains HIT von RWS. Das wird mit einer V0 von 830m/s (wahrscheinlich sehr optimistisch wie bei RWS üblich) beworben. Tas TSX braucht mindestens 600m/s dass es vernünftig anspricht. Bei 250m ist also Ende im Gelände.

Bei der .308 mit dem 150grains GMX hat die Murmel auf 375m noch die notwendige Geschwindigkeit um sicher zu funktionieren, bei der Nosler E-Tip 168grains Labo sogar bis 400m.
Damit wären wir wieder bei dem Punkt, dass (Innerhalb der Mittelkaliber) die Laborierung mit dem passenden Geschoß weit wichtiger als die Patrone ist:unsure::giggle:
 
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Nachdenm die durchschnittliche Schußweite auf Wild in DE immer noch bei um 80m liegt, frage ich mich, wie oft das wirklich essentiell ist . . . .
Selbst mit der durchschnittlichen Schussweite im Gebirge - die liegt bei etwa 145m) kommt eine .308 noch lange nicht an ihre Grenzen.
 
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Nachdenm die durchschnittliche Schußweite auf Wild in DE immer noch bei um 80m liegt, frage ich mich, wie oft das wirklich essentiell ist . . . .
hallo.
Der Threadersteller kommt aus Italien, schreibt er...
Also Bergjagd in z.B. Südtirol, mit entsprechenden Schussentfernungen (darf man daraufhin annehmen);)
 
G

Gelöschtes Mitglied 20170

Guest
Wen interessiert denn V0? Die VZ ist doch wichtig.

Nehmen wir mal das 160grains HIT von RWS. Das wird mit einer V0 von 830m/s (wahrscheinlich sehr optimistisch wie bei RWS üblich) beworben. Tas TSX braucht mindestens 600m/s dass es vernünftig anspricht. Bei 250m ist also Ende im Gelände.

Bei der .308 mit dem 150grains GMX hat die Murmel auf 375m noch die notwendige Geschwindigkeit um sicher zu funktionieren, bei der Nosler E-Tip 168grains Labo sogar bis 400m.
Na dann vergleich doch mal die RWS Hit in .308 wie schauts da aus?
Du kannst nicht zwei vollkommen unterschiedliche Patronen von andern Herstellern vergleichen. So ein Quark.
Ich machs für dich:
RWS Hit 165gr. V0 821m/s.
Also früher Schluss als mit 8x57...
 
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Genau, letztlich ist es eh egal. Man kaufe sich einfach eine Büchse in einem gängigen Mittelkaliber, die einem liegt und gefällt.

Kennt irgendwer jemanden, der eine 30-06 gekauft hat, und bereut, dass es keine .308 ist (oder umgekehrt)?
Mich. Bin von 30-06 auf .308 umgestiegen. Kürze Waffe, weniger Rückstoß und kein Unterschied in der Tötungswirkung. Verschieße bleifreie Teilzerleger.
 
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solch einen Test habe ich auch mal gesehen, gleiches Ergebnis evtl. auch gleicher Test, obwohl ich meine war sogar in D. ist aber nicht so wichtig. Das zweite Ergebnis war, dass der prozentuale Verlust bei der Laufkürzung das Ergebnis umgekehrt hat. 308 Win hat am wenigsten Leistung verloren 300 WM am meisten.
Beispiel:
-10% von 800m/s ( 300 WM) =-80 .. bleibt über 720m/s
-8% von 750m/s ( .30-06) =-60 .. bleibt über 690m/s
-6% von 680m/s ( .308) =-40 .. bleibt über 640m/s


absolute Zahlen sind besser..... und immer die Basis betrachten von wo man startet.

ja die fiktive .308 hätte prozentual am wenigsten verloren. war aber vorher langsamer und auch nachher..wobei alle näher zusammenrücken.
 
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