Bejagung des Schwarzwildes - Tipps und Tricks

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An den Roteichen läuft hier wenig und in einem Mastjahr wie diesem fast gar nix. Solange Stiel- und Traubeneiche (Werden vom SW deutlich bevorzugt!) noch was abwerfen und bei der Menge an Bucheckern werden die Eicheln der Roteiche noch bis Februar liegen bleiben ;). Gruss W.
Richtig, deckt sich auch mit meinen Erkenntnissen.
 
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Auch das gehört in diesen Faden, ich habe es bereits in den Faden "ASP global" eingestellt:

Sehr informativer Film über Einsatz eines Saufangs!

https://www.youtube.com/watch?v=9uSCPTm7rVE

Zentraler Satz:
"Der Saufang ersetzt nicht die Einzeljagd bzw. Bewegungsjagd, sondern ist nur ein zusätzliches Mittel als Ergänzung, besonders in Bereichen, in denen nicht oder nur eingeschränkt gejagt werden kann!"


Gruß

Prinzengesicht
Ich kenne auch die Ausführungen von Dr. Egbert Gleich, den ich sehr schätze. Es kommt auch auf die Sauendichte an. Hier in Bayern haben wir oft eine vergleichsweise niedrige Sauendichte aber die höchsten Probleme...:unsure:
Ein Tüftler hat hier schon vor Jahren einen mobilen Saufang konstruiert, durchdacht was die UVV, bzw. Verkehrssicherungspflicht bezüglich der Türen vorgibt. Nach ein- bis zwei Fängen war die Luft heraus.
Der Hauptgrund liegt darin dass das Schwarzwild sich scheut, in diese engen Behältnisse zu laufen, wo es bei Gefahr nicht sternförmig flüchten kann.
Ein einfacher Denkfehler blockiert den Erfolg.
Mein Vorschlag zu Nägel mit Köpfen:
Fester Zaun, halber Hektar groß mit kleiner Dickung drin. Wenn die ganze Rotte drin ist, wird mit Handfernauslösung die Türe geschlossen. Dann die Sauen mit Nachtzieltechnik und Schalldämpfer vom Ansitz aus erlegt. Es darf keine Zeugen geben, die das ganze mitbekomnmen ohne selbst im Fang zu sitzen.

Aber so ein Teil kostet Geld und wir wollen wie immer unseren Lieblingshirnfurz ausbrüten: Mit 20 % Aufwand = 80 % Erfolg. Es müssen ja nicht 10 Sauen sein, es reichen auch 8 in Zahlen.
 
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Ich kenne auch die Ausführungen von Dr. Egbert Gleich, den ich sehr schätze. Es kommt auch auf die Sauendichte an. Hier in Bayern haben wir oft eine vergleichsweise niedrige Sauendichte aber die höchsten Probleme...:unsure:
Ein Tüftler hat hier schon vor Jahren einen mobilen Saufang konstruiert, durchdacht was die UVV, bzw. Verkehrssicherungspflicht bezüglich der Türen vorgibt. Nach ein- bis zwei Fängen war die Luft heraus.
Der Hauptgrund liegt darin dass das Schwarzwild sich scheut, in diese engen Behältnisse zu laufen, wo es bei Gefahr nicht sternförmig flüchten kann.
Ein einfacher Denkfehler blockiert den Erfolg.
Mein Vorschlag zu Nägel mit Köpfen:
Fester Zaun, halber Hektar groß mit kleiner Dickung drin. Wenn die ganze Rotte drin ist, wird mit Handfernauslösung die Türe geschlossen. Dann die Sauen mit Nachtzieltechnik und Schalldämpfer vom Ansitz aus erlegt. Es darf keine Zeugen geben, die das ganze mitbekomnmen ohne selbst im Fang zu sitzen.

Aber so ein Teil kostet Geld und wir wollen wie immer unseren Lieblingshirnfurz ausbrüten: Mit 20 % Aufwand = 80 % Erfolg. Es müssen ja nicht 10 Sauen sein, es reichen auch 8 in Zahlen.


Natürlich machen Saufänge nicht überall Sinn, sondern insbesondere da, wo die "normale Bejagung", auf grund welcher Ursachen auch immer, nicht wirklich greift!
Daher nochmal der zentrale Satz:
"Der Saufang ersetzt nicht die Einzeljagd bzw. Bewegungsjagd, sondern ist nur ein zusätzliches Mittel als Ergänzung, besonders in Bereichen, in denen nicht oder nur eingeschränkt gejagt werden kann!"
Und ich habe auch das Gefühl, das die Empfindlichkeiten bezüglich Wildschaden in der Landwirtschaft und/oder auch im Forst, deutlich ansteigen, je weiter man in dieser Republik nach Süden kommt. Da wird sich bereits über Schäden echauffiert, da verliert man weiter nördlich keine großen Worte drüber.
Zu den Saufängen,
ein mobiler Saufang ist übrigens auch in deinem Landkreis im Gebrauch;
ein stationärer Saufang, ähnlich wie von dir gefordert, steht doch bereits im Forstbetrieb Flossenbürg!!

Gruß

Prinzengesicht

P:S:
Da fällt mit gerade; weisst du welche Nachtsichttechnik für die Forstbetriebe der Baysf angeschafft wurden und noch werden?
 
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Ich denke da ist es schon noch ein Stück hin. Was die Amis machen ist eine andere Sache. Die haben auch D. Trump gewählt.
Hallo.
Ich kann mich dem Thema auch nur theoretisch annähern, da mir die praktische Erfahrung damit verwehrt bleibt.
Also lese ich einiges zu dem Thema (oder höre genauer zu).. und wer nicht ganz dumm ist und nachdenkt, kommt von selbst drauf.
Eine Rotte Sauen, mit viel Glück sinds alle Sauen, im Fallenfang, das bedeutet Massentötung. Viele mit einem Schlag. Besser, wenns davon keine Videobeweise gibt, denn das wird a u c h den Jägern angelastet werden!

Ich hätte "texanische Verhältnisse" besser in Gänsefüsschen gesetzt und das mit der "Heli-Jagd" war eher nur eine Metapherzum Aufmüden...
Es ist mir klar, dass es bei uns nicht so weit kommen wird, um alles 1:1 gleichseztzen zu können.
Das geht sich schon auf Grund besiedelter bzw, unbesiedelter Flächen in D nicht aus.
Was aber zweifelsohne sicher ist, ist, dass die Sauen sich vermehren. Ungezügelt vermehren. Auch in urbanen Revieren.

Also wirds wohl vernünftig sein, dass man schon heute alle Register ziehen muss, die man hat.
Sofern die wirkliche Reduktion gewollt ist!
Besser das Ende mit Schrecken, als der Schrecken ohne Ende. Aber dagegen arbeiten schon die Tierschützer, selbsternannte Balkonbiologen.. eh schon wissen?!

Übrigens: auch die texanischen Sauen sind scheu und hauen ab. Die sind um keinen Deut dümmer, als die Unsrigen! Darauf gehe ich jede Wette ein.
Nur weil die Rotten größer und zahlreicher sind, "sprichts" sich vielleicht langsamer herum. Einzelmassaker werden entweder schneller vergessen oder finden auf Grund der Sauendichte kaum Beachtung (?).
Zudem bin ich mir nicht sicher, ob der Jagddruck gleich hoch ist. Der Jagddruck ist ja noch nicht einmal in Deutschland flächendeckend identisch (?).
Bei der Waffenträgerdichte könnte Texas längst sauenfrei sein. Aber vielleicht ist das dort auch kein wirkliches Problem...

Und ob wirklich die Amis den Trump gewählt haben, bleibt bei deren Wahlsystem unbewiesen :whistle:
 
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Also ich kenn die Texassauen nur aus den Videos. Was da die Bogenjäger teilweise abziehen, ginge mit unseren Sauen nicht. Denke in Amerika hat man eben auch zu lange zugeschaut und dann ist es zu spät und man hilft sich mit Methoden die uns zu Recht abstossen.
Das was Du über den Jagddruck schreibst, da geh ich mit. Siehe unsere Sauen im urbanen Bereich.
 
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Fester Zaun, halber Hektar groß mit kleiner Dickung drin. Wenn die ganze Rotte drin ist, wird mit Handfernauslösung die Türe geschlossen.
Zwar nicht ganz so groß und auch ohne Dickung, aber solch ein Fang (oder mehrere?) wurden in BaWü von der Wildvorschungsstelle zwecks Telemetrie eingesetzt.
Natürlich wurden da keine Sauen erlegt, aber der Streß hielt sich für die Tiere wohl in Grenzen. Wenn ich es noch richtig weiß, wurden gelegentlich auch Sauen mehrfach gefangen.
 
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Natürlich machen Saufänge nicht überall Sinn, sondern insbesondere da, wo die "normale Bejagung", auf grund welcher Ursachen auch immer, nicht wirklich greift!
Daher nochmal der zentrale Satz:
"Der Saufang ersetzt nicht die Einzeljagd bzw. Bewegungsjagd, sondern ist nur ein zusätzliches Mittel als Ergänzung, besonders in Bereichen, in denen nicht oder nur eingeschränkt gejagt werden kann!"
Und ich habe auch das Gefühl, das die Empfindlichkeiten bezüglich Wildschaden in der Landwirtschaft und/oder auch im Forst, deutlich ansteigen, je weiter man in dieser Republik nach Süden kommt. Da wird sich bereits über Schäden echauffiert, da verliert man weiter nördlich keine großen Worte drüber.
Zu den Saufängen,
ein mobiler Saufang ist übrigens auch in deinem Landkreis im Gebrauch;
ein stationärer Saufang, ähnlich wie von dir gefordert, steht doch bereits im Forstbetrieb Flossenbürg!!

Gruß

Prinzengesicht

P:S:
Da fällt mit gerade; weisst du welche Nachtsichttechnik für die Forstbetriebe der Baysf angeschafft wurden und noch werden?
100 % richtig was Du über das Schmerztempfinden bezüglich Wildschaden sagst.

Man hat in Oberbayern m.W. Saufänge beantragt/gefordert/ gebaut als die ersten 10 Sauen im Landkreis erlegt wurden.

Den mobilen Saufang im Landkreis kenne ich, den habe ich ja angeführt. Ich weiß auch dass Flossenbürg und ein anderer Forstbetrieb Saufänge unterhält. Aber man muss den Anteil an der Gesamtstrecke verglichen mit dem Aufwand auch sehen..
Der Flossenbürger Saufang ist aufgrund seiner Größe ein Schritt in die richtige Richtung.
Es gab zu dem Thema eine Landtagsanfrage. Müsste ich raussuchen.

Welche Geräte die Baysf angeschafft hat, weiß ich leider nicht, ist ja auch stufenweise gelaufen. Könnte mir vorstellen dass man nicht nur ein Modell gewählt hat um für weitere Anschaffungen einen Vergleich zu haben.
 
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Aber Du redest schon über solche Fallen im Wald, so wie im Beitrag auch vorgestellt. Die große Masse der Sauen lebt , bei uns, ganzjährig im Feld und die brauchen keinen Eimermais;)
 
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Ich habe ja eingangs gesagt, dass der Falleneinsatz schon aus Gründen der hohen Verfügbarkeit an Fraß scheitert, das gilt im Feld noch mehr als im Wald.
Bei den Rahmenbedingungen sollte man einfach in den Saufang keine zu großen Hoffnungen setzen. Im urbanen Bereich hinter der Bushaltestelle in Berlin mit Fütterungsverbot vielleiht...
Bezüglich der vehement vorgetragenen Forderungen an die UJB gab ich den Rat: "Der rennt nur von einem Abgeordneten über den Bauernverband zum nächsten. Der Mensch lernt nur durch Schmerz.
Alles was tierschutzgerecht und einigermaßen effektiv ist, dürfen wir in der jetzigen Situation nicht ablehnen. Mit der Erbringung von Nachweisen klemmt es leider noch ein wenig.
Genau das Teil hab ich grad gesucht.

Man kann nicht über etwas befinden was man nicht ausprobiert hat. Aber wenn Ergebnisse vorliegen, darf man auch damit nicht zurück halten.
Dann müsste man aber auch fairerweise berücksichtigen, wieviele Stücke man an diesem Platz durch normale Kirrung hätte erlegen können. In einer Privatjagd wo ich selbst mitgejagt habe, wurde ein Saufang für drei Jahre genehmigt und dann nicht verlängert. Es wurde nur ein ÜL gefangen, da war ich auf der Einzeljagd effektiver.
 
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Sie können unter aus meiner Sicht wenigen Gesichtspunkten sinnvoll sein, grundsätzlich sind sie keine Rettung. Es kommt auch darauf an welche Erwartungen man reinsteckt. Die Strecke konnte nach meinen Erkenntnissen bisher dadurch nicht wesentlich gesteigert werden. 20 Sauen von 200 sind 10 %. Aber das ist ein Wert weit innerhalb der üblichen Schwankungen beim Schwarzwildabschuss. So wie in den meisten Fällen an die Sache herangegangen wurde, bleibt es ein Rohrkrepierer.
Gemessen an der Zulassung von Nachtzieltechnik sehe ich einen deutlichen Unterschied. Das bringt Fleisch auf den Teller. Saufang dient auch der Seelenberuhigung. Wir haben ja alles probiert. Also ruhig machen und nach einen Jahr rechnen wir sauber ab. Auch wieviele Sauen man auf dem dem Platz ohne Fang hätte erlegen können. Dazu der finanzielle und zeitliche Aufwand.
Grad heut hab ich erfahren, das Nachbarrevier will jetzt auch einen bauen. Sollen sie ruhig machen. Niemand legt sich quer angesichts der Situation.
 
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Tut mir einen Gefallen hört hier im öffentlichen Forum mit der Diskussion über Saufang auf. Wer es noch nie gemacht hat sollte sich ganz raushalten. Das was im Video gezeigt wurde funktioniert,aber nur wenn man das richtig will. Mehr sag ich nicht.

Gruß Seppel
 
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