Geldvermögen sichern - wie?

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#35
Naja... Luxussorgen... den Kindern wäre ihr Vater am Leben sicher lieber!
Mein Kumpel u. JF hat nur die Sorgen und keinen Luxus. Der Erblasser hat sich auch nicht viel gegönnt. War zwar reich auf dem Papier, nur steckte er das meiste halt wieder ins Unternehmen wie man das so macht, wenn man nach voran kommen will. Die ganze Geschichte ist so traurig dass ich froh bin, dass ich ihn nicht kannte.
 
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#36
Wald ist eine unsiche Sache, wie man im Moment sehen kann. Landwirtschftlicher Grund ist wohl, wenn man die Entwicklung der Weltbevölkerung ansieht, heute die beste Investition. Alle müssen essen und das muss irgendwo angebaut werden.
 
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#37
Hallo zusammen,
ein JF von mir hat eine sehr traurige Aufgabe. Ein Freund von ihm, der Unternehmer war, ist mit knapp über 50 an Krebs verstorben. Mein JF wurde als Testamentsvollstrecker eingesetzt. Der Verstorbene hat drei Kinder im Alter von 8 - 13 Jahren hinterlassen. Noch zu Lebzeiten hatte er den Verkauf eines Betriebsgrundstücks eingefädelt, der aber erst jetzt abgewickelt wurde und knapp 2 Mio € gebracht hat. Dieses Geld soll den Kindern später einmal als Vermögensgrundlage dienen. Die laufenden Kosten für Ausbildung usw. können aus dem anderen Vermögen gedeckt werden. Die 2 Mio müssen also möglichst sicher angelegt werden. Früher, also zu DM-Zeiten hätte man sie wohl bedenkenlos auf Festgeldkonten gepackt. Aufgrund der Tatsache, dass seit der Wirtschaftskrise 2009 ohne wirtschaftliche Deckung ständig neues Geld geschaffen wird und die im Umlauf befindliche Geldmenge abstruse Höhen erreicht hat mein JF allerdings Angst vor einer Inflation. Er fragt sich daher, was er tun kann, um den Wert des Geldes möglichst risikoarm für die nächsten 10 -20 Jahre zu erhalten. Mir kam dann die Idee, Fremdwährungskonten in vier oder fünf Hartwährungen zu eröffnen und das Geld und damit auch das Inflationsrisiko gleichmäßig zu verteilen. Ist das ein guter Ansatz? Wenn nein: warum nicht? Wenn ja: welche Währungen sollte man nehmen? Franken, $, Yen? Ich bin aber nur blöder Jurist und kein Volkswirt und wenn ich Geld habe, stecke ich es in Sachwerte. Daher kenne ich mich mit solchen Währungsgeschäften nicht aus und wäre für sachdienliche Hinweise dankbar.

Horrido, Bo
Der Begriff "Sicherheit" ist immer relativ zu sehen und wenn man über den Begriff "Streuung" spricht, ist dieser stets unter Einbeziehung der gesamten Vermögenssituation zu betrachten.
Weiters spielt eine Rolle, wie Du bzw. Dein JF (ich vermute mal, Du bist der JF selbst) unter welchen Maßgaben als Testamentsvollstrecker eingesetzt wurde(st) und ob man es möglicherweise noch mit Behörden hinsichtlich der Vormundschaft zu tun hat. Als Jurist solltest Du Dich in diesen Dingen nicht ganz fremd fühlen (u. a. auch zum Stichwort "Mündelsicherheit"). Bei derartigen Geldanlagen geht es auch nicht ausschließlich um die Verteilung von Risiken, sondern um den Vermögenserhalt. Das erfordert eine sehr genaue Planung und Strukturierung des Vermögens, u. a. auch zum Schutz der betreuenden Person, die stellvertretend für die minderjährigen Kinder handelt.

Wenn es sich tatsächlich um ein Millionenvermögen handelt, empfehle ich Dir die Suche und Beauftragung eines CFP´s (Certified Financial Planner - www.fpsb.de) und mit diesem gegen Vereinbarung eines vertraglichen Honorares ein entsprechendes Anlagekonzept in Abhängigkeit aller zu berücksichtigenden Parameter erstellen zu lassen. Hier wird dann das Thema "Vermögenserhalt" im Vordergrund stehen, sodass Du Dir auch sicher sein kannst, Deiner Verantwortung gerecht zu werden.

Deinerseits wäre blos darauf zu achten, dass der CFP tatsächlich nur am Honoarar für seine fachliche Beratungsleistung profitiert, aber nicht mit Produktgebern paktiert.

Du selbst kannst entscheiden, ob Du dieses Konzept mit Fianzdienstleistern eigenständig umsetzt oder Dir der CFP dabei hilft, die günstigsten Kosten- und Gebührenmodelle für das erarbeitete Konzept auf dem Finanzmarkt zu finden. Wenn Du dazu detaillierter einsteigen möchtest, gerne über PN.

Bluadwurz
 
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#39
Selbst für die breite Masse haben die ja Fonds, die mit Gold abgesichert sind. Man sah jetzt deutlich, als die Kapitalmärkte runter gingen, das die Fonds von denen weniger in die Knie gingen als der Markt.

Aber bei 2 Mio Anlagevemögen sind alle Türen offen. Ich würde mit mehreren sprechen und mir ein Bild machen. Wie will man ohne gute Beratung z.B. eine Stiftung hinbekommen?

Letztendlich ist ja auch die Frage inwieweit man sich da (zeitlich) mit einbringen will.

Mensch, sind das Luxussorgen 😀
Ein Testamentsvollstrecker wird bei zwei Millionen Barvermögen an keine Stiftung denken.
 
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#40
Also das ist hier mal wieder eine Freude mitzulesen. Dafür das der TS als Jurist das Thema gestartet hat, sollte er erst einmal seine Hausaufgaben machen. Wenn er wirklich Testamentsvollstrecker ist, resultieren dann daraus Rechte und Pflichten.

Habe gerade selber Testamtentsvollstreckung mit ziemlich vergleichbaren "Problemstellungen" nach juritischer Beratung für einen Freund abgelehnt. Haftung und Aufwand stehen selten in einem guten Verhältnis. Allein die Frage, was Ausbildung bei Kindern ist, wird (!!) zu Streit führen.

Die Anlage des Vermögens ist dann der nächste Schritt. Ganz banal: man kauft einen Immobilie, weil ja ach so toll, und dann zahlen Mieter nicht - wer haftet? Gleiche Immobile, alles läuft - ein Kind will ein Jahr in die USA zum Studium... was heisst das für die anderen Kinder? Und wann ist die Ausbildung denn abgeschlossen? Haftung für Vermögensschäden wird schnell sehr sehr teuer und eine Haftungsfreistellung gibt es nicht.

Überall rumrennen und sich tolle Tipps abholen ist zwar nett, aber mal ganz deutlich: für einen Juristen sehr bedenklich. Erstmal die Basics klären und das nicht in einem Jagdforum. Ich fasse es nicht....:devilish: :evil:(n)(n)(n)(n)
 
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#41
Nicht immer nur meckern. Wen es nicht interessiert u wer sowas nicht machen möchte, aus welchem Grund auch immer, kann warnende Worte los werden. Aber meckern u den Ort der Fragestellung kritisieren, ist aus meiner Sicht unangebracht.
Ich mache sowas ähnliches. Allerdings in einer kleineren Größenordnung.
Ich habe hierfür die Verwaltung von 9 Wohnungen übernommen,
Es erfolgt an die Erben eine regelmäßige Ausschüttung der Erträge u der Rest wird verzinslich angelegt.
Läuft seit 25 Jahren.
Wobei ich das erst seit ca 10 Jahren übernommen habe.
 
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#42
In was man investiert, ist sicherlich Geschmackssache und eine Frage der eigenen Person.

Ab welchem Alter dürfen die Kinder über das Geld verfügen ? Was für Bedürfnisse haben sie dann ? Wollen sie dann vielleicht ein Eigenheim finanzieren, oder geht es auch dann nur um Geldanlage ?

Auf keinen Fall würde ich dass Geld so anlegen, dass die Kinder ein Objekt (z.B. Mietshaus) zusammen besitzen. Da ist der Streit vorprogrammiert. Die Lebensentwürfe können so unterschiedlich sein, der eine will Sicherheit, der andere lieber an die Börse … also müssen die 2 Mio. Euro JETZT schon auf die 3 Kinder aufgeteilt werden.

Dann würde ich aber versuchen, diese 3 Teile wiederum GLEICH anzulegen, damit später nicht der Verwurf gemacht wird, einer wäre besser weggekommen als die anderen.

Da die Kinder Zeit haben, kann man Kursschwankungen aussitzen. ETFs sind da das Mittel der Wahl.
 
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#43
Ich dab beispielsweise laufende Finanzierung über Festgeld abgesichert.
Ob Bausparkassen oder festverzinsliche Anlagen hängt auch von vielen Parametern ab. Aber: mir steht Bargeld zur Verfügung, falls sich das Zinsniveau zum Zeitpunkt des Darlehensendes wesentlich verschlechtert.
U bei weltsparen.de bekomm ich zur Zeit zum Beispiel 1.25% für 5 Jahre.
Zinsen zahl ich für das Darlehen weniger....
 
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#44
Also das ist hier mal wieder eine Freude mitzulesen. Dafür das der TS als Jurist das Thema gestartet hat, sollte er erst einmal seine Hausaufgaben machen. Wenn er wirklich Testamentsvollstrecker ist, resultieren dann daraus Rechte und Pflichten.

Überall rumrennen und sich tolle Tipps abholen ist zwar nett, aber mal ganz deutlich: für einen Juristen sehr bedenklich. Erstmal die Basics klären und das nicht in einem Jagdforum. Ich fasse es nicht....:devilish: :evil:(n)(n)(n)(n)
Morgens um vor zehn Uhr sollte man wirklich noch nicht betrunken sein, mein lieber Tz99. Noch schlechter wäre es, wenn Du das Posting nüchtern verfasst hättest denn dann läg es nahe anzunehmen, dass Du einen recht einfachen Text nicht zu verstehen in der Lage bist. Wenn Du mein Eingansposting richtig verstanden hättest, dann wüsstest Du, dass ich NICHT der Testamentsvollstrecker bin. Ich bin auch nicht der Jurist, der den Testamentsvollstrecker juristisch zur Testamentsvollstreckung berät, denn er ist selber Rechtsanwalt und weiß was sein Amt bedeutet.
 
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#45
In was man investiert, ist sicherlich Geschmackssache und eine Frage der eigenen Person.

Ab welchem Alter dürfen die Kinder über das Geld verfügen ? Was für Bedürfnisse haben sie dann ? Wollen sie dann vielleicht ein Eigenheim finanzieren, oder geht es auch dann nur um Geldanlage ?

Auf keinen Fall würde ich dass Geld so anlegen, dass die Kinder ein Objekt (z.B. Mietshaus) zusammen besitzen. Da ist der Streit vorprogrammiert. Die Lebensentwürfe können so unterschiedlich sein, der eine will Sicherheit, der andere lieber an die Börse … also müssen die 2 Mio. Euro JETZT schon auf die 3 Kinder aufgeteilt werden.

Dann würde ich aber versuchen, diese 3 Teile wiederum GLEICH anzulegen, damit später nicht der Verwurf gemacht wird, einer wäre besser weggekommen als die anderen.

Da die Kinder Zeit haben, kann man Kursschwankungen aussitzen. ETFs sind da das Mittel der Wahl.
 
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