Jägerin entdeckt Silberschatz

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#32
Frag mal nen Baggerfahrer nach ein paar Bier und Schnaps. Klare Dienstanweisung, alles was nach Archäologie ausschaut, sofort zertrümmern und verschwinden lassen. Dämlicher könnten die gesetzlichen Vorgaben kaum sein.
Ist so. Wenn hier in Augsburg jemand baut und es kommt etwas nur ansatzweise römisches zu Tage wird erst mal der Aushub drauf gekippt und irgendwann ist alles wag. Deshalb stehen hier die Archäologen auch in jedem Neubaugebiet schon unaufgefordert bei Baubeginn auf der Matte...

Ich habe selbst schon einige Gulden und Taler (silberne ;)) der Zeit um 1860 gefunden, die im Wald an einer Stelle aus einem Hohlweg rausgewittert sind. Was habe ich gemacht? Klappe gehalten. Falls da noch was liegt, wird es da noch eine lange Zeit weiter liegen.
 
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#33
Mich erreichen da einige Anfragen. Daher hier mal eine Klarstellung: Leute übergebt eure Schätze dem Staat. Ihr seid viel zu Dumm, um die Tragweite der ideellen, historischen Werte zu erkennen. Seid brave Bürger und befruchtet mit eurer Gabe die Wissenschaft.

Hohllinge haben keinen nennenswerte Silbermaterialwert, sind verbogenes Silberblech, das recht empfindlich ist.

Wer aber nun so ignorant stur ist und den Klumpen Silbermatscherde selber verwerten möchte, der sei doch bitte vorsichtig.

Bitte keine einzelnen Münzen aus dem Batzen herauslösen. Ihr macht die kaputt. Legt der Klumpen Silbermatsch in eine große Plastikwanne und gebt warmes Wasser dazu. Wasser kennen die Hohlpfennige gut und können damit umgehen. Irgendwann zerfällt der Klumpen. Matschewasser abgießen und neues Wasser dazu bis es sauber ist. Dann Wasser mit Neutralreiniger aufgiessen und hübsch waschen, Abgießen und klar spülen. Nicht reiben. Die einzelnen Münzen kommen dann auf Saugpapier. Nun kommt was für feine Hände. Feste Anhaftungen müssen runter. Lieber noch mal einweichen und spülen. Wer ein feines Händchen hat kann Werkzeug verwenden, sogenannte RESTAURATION STIFTE. Aber Vorsichtig sein, Ihr arbeitet an dünnem Blech.

Ein Ultraschallbad in destilliertem Wasser ist ebenfalls von großer Hilfe. Man bekommt die Münze gut sauber. Da wir es nicht polierter Platte und stark beriebenen Gebrauchsmünzen zu tun haben, ist nur Feingefühl erforderlich und Geduld. Diese Reinigungsflüssigkeit ist zu empfehlen. Die vollständigste Münze dürft Ihr in gesättigter Salzlösung einlegen zusammen mit einem Stück Silberfolie, nach 30 Minuten und reichlich spülen in destilliertem Wasser ist die Münze verkehrsfähig. Anfassen nur mit Gummihandschuh. Am besten ölfrei trocken pusten. Die Münze schickt Ihr in ein Auktionshaus, die sagen euch was Ihr habt. In vielen Kellern bei Oma und Opa liegen solche Hohlpfennige rum, ohne dass man weiß, was man da hat. Ich z.B. habe die als Bub platt geklopft und für Murmeln getauscht. Heute geht’s halt ins Auktionshaus. Wie gesagt ich hab davon überhaupt keine Ahnung, ich habe aber mal zugucken dürfen, wie Profis das machen.
Der besagte Fund könnte um die 60000 Euro bringen, in einer Versteigerung.
Aber wir geben den Fund natürlich ab. Ist ja auch echt viel Arbeit und wer von uns Jägern, wäscht schon seine Wäsche gerne selbst.
p.s. ich sammle Kaiserreich, ausschliesslich 10 Goldmarkstücke, vor 1900.
sca
Scaver Du altes Schlitzohr. ;)(y)
Va Dir kann ja nu jeder Vöichhandlerer wos lerna. :ROFLMAO:
Übersetzung: Von Dir kann ja noch jeder Viehhändler (waren allgemein als seeeehr schlitzohrig bekannt) noch etwas lernen.
 
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#35
Das sogenanntes "Schatzregal" ist die Enteignung, die Entwürdigung des Bürgers, es sei denn, man lebt in einem totalitären Staat, dem Kommunismus oder einem Königreich, da ist das normal. Aber da ist das Volk leibeigen.
Ich habe nie gegraben und nie gesucht, zufällig auch nix gefunden, Gott sei dank, ich gäbe aber auch nix ab. Ich müsste ja blöd sein.
Vorbildliche Moral.
Was soll das Bashing? Ein Schatzregal gibt es praktisch schon immer und selbst in der freiheitlichen Schweiz ist es ein Ausdruck des Gemeinwohls.
Früher mag es mal die Gewinnsucht der Fürsten gewesen sein, heute dient es dem ganzen Volk (auf das du offensichtlich scheixxt.)
Über einen Verteilungsmodus kann man
diskutieren. Dass die totale Einvernahme durch den Staat unklug ist, geht klar.
Du hättest wohl auch das Gold der Himmelsscheibe von Nebra abgelöst und verscherbelt.
Und wenn du die Juwelen aus dem Grünen Gewölbe findest: Behältst du die?
 
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#36
Vorbildliche Moral.
Was soll das Bashing? Ein Schatzregal gibt es praktisch schon immer und selbst in der freiheitlichen Schweiz ist es ein Ausdruck des Gemeinwohls.
Früher mag es mal die Gewinnsucht der Fürsten gewesen sein, heute dient es dem ganzen Volk (auf das du offensichtlich scheixxt.)
Über einen Verteilungsmodus kann man
diskutieren. Dass die totale Einvernahme durch den Staat unklug ist, geht klar.
Du hättest wohl auch das Gold der Himmelsscheibe von Nebra abgelöst und verscherbelt.
Und wenn du die Juwelen aus dem Grünen Gewölbe findest: Behältst du die?
Nun ich denke, es würden die Meisten hier dafür sorgen Kulturschätze zu retten und der Allgemeinheit zugänglich zu machen, wenn eine vernünftige Teilung erfolgen würde:unsure: In Abhängikeit vom Wert des Fundes wären wohl 30-50% des Wertes jedem genug;) und damit würde dem Saat kein Verlust entstehen, da er ja den Fund weiterverwerten kann:unsure: Aber bei der jetzigen Regelung fühlt sich jeder Finder ungerecht behandelt:mad::mad::mad:
 
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#37
Der Goldwert der Scheibe ist marginal. Dieses runde Blech hat historischen Wert und kann bedenkenlos einem fachkundigen Museum kostenfrei gegen textliche Würdigung des Finders übergeben werden + freien Eintritt in alle Museen Deutschlands, lebenslänglich und vererbar an die leiblichen Kinder. (Aber nicht mal das gibts in D)
sca
 
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#39
Nun ich denke, es würden die Meisten hier dafür sorgen Kulturschätze zu retten und der Allgemeinheit zugänglich zu machen, wenn eine vernünftige Teilung erfolgen würde

Die meisten Betroffenen werden wohl Bauherren und Landwirte sein, da würde es schon ausreichen wenn die nicht noch finanziell belastet werden mit einem Fund.
Also noch weitab von irgendwelchen Teilungen und Belohnungen.



CdB
 
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#40
Reicht doch schon ein evtl. Baustopp, um in finanzielle Schwulitäten zu kommen. Fr Bauherr wie Unternehmer. Reichlich fragwürdige Regelungen.
 
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#43
Ganz ehrlich, ich würde erst mal sehen was an Finderlohn geboten wird.
es gibt Regeln für Finderlohn in vielen Bereichen des privaten Lebens, nur der Staat muß keinen zahlen? Da stimmt was nicht:unsure:
Das ist so nicht ganz richtig.
Einen "Finderlohn" hat der Eigentümer dem Finder zu zahlen, bei "Schätzen" ist der Eigentümer aber i.d.R. nicht mehr zu ermitteln.

basti
 
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#45
Das ist so nicht ganz richtig.
Einen "Finderlohn" hat der Eigentümer dem Finder zu zahlen, bei "Schätzen" ist der Eigentümer aber i.d.R. nicht mehr zu ermitteln.

basti
Um so schlimmer, der Staat zwingt einen Eigentümer dem Finder einen Teil seines Eigentums abzugeben:eek:, selbst nimmt er aber dem Finder eine Fundsache die nicht sein Eigentum war, komplett ab:mad::mad::mad:
 
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