Klettersitz / Baumsitz in der Praxis

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Wie hoch ist im Schnitt der Zeitaugwand ab Ankunft am Baum bis man in der gewünschten Höhe sitzt, inklusive Absicherung?
Is schon aufwändig, 20 min wird es brauchen - immer schön langsam und überlegt. Aber das plant man dann mit ein. Ich spioniere mir den Kletterbaum immer im Vorfeld aus. Dabei erkundet man immer auch den Anmarschweg, schneidet Äste zurecht etc. Ich sehe darin kein Problem.
 
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Das Aufbaumen/Klettern selbst benötigt gar nicht so viel Zeit. Da benötigt ich für das Sichern und Richten von und auf dem Klettersitz mehr. Insgesamt sind es ab Forststraße bis zum "Jagdfertig" oben auf dem Baum je nach Entfernung und Höhe 20-25 Minuten.

Grob gliedert sich das wie folgt:
1. Anmarsch zum Baum _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5 min

2. Klettersitz trennen und am Baum anbringen
Seil an Rucksack und Klettersitz befestigen
Snakeanchor + Klettergurt anlegen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5min

3. Klettern (je nach Höhe)_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5-10min

4. Sichern des Oberteils + Snakeanchors
Ausrüstung hochziehen, Rucksack anhängen
Waffe befestigen, Laden, ZF Schutz abnehmen und LP anschalten
warme Klamotten nach kurzer Abkühlpause überziehen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5-10 min

Mit viel Erfahrung und und unter seltenen Umständen (sehr kurze Wegstrecke, keine Äste zu entfernen, kein Rucksack, d.h. Gewehr direkt mit hoch [davon bin ich eigentlich kein Freund]) gehts auch in 10 Minuten. Im Durchschnitt sinds aber eher die oben genannten ~20 Minuten
 
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d.h. Gewehr direkt mit hoch [davon bin ich eigentlich kein Freund])
Eventuell eine beknackte Frage: Was spricht eigentlich dagegen das Gewehr umzuhägen und gleich mit hoch zu nehmen? Manche legen das Gewehr vor sich auf die Auflage (zb. Felix von JAGDMOMENTE), andere ziehen das Futteral mittels Seil nach oben. Ich habs immer am Rücken und es stört mich kein bißchen?! Bin aber noch ein Noob auf dem Gebiet...:giggle:
 
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Ich bin kein Profi: Aber ich halte es nicht für sonderlich empfehlenswert sich eine Brechstange quer über die Rückenwirbel zu schnallen - da fällst nur 1x drauf wenn Du Pech hast.
 
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Eventuell eine beknackte Frage: Was spricht eigentlich dagegen das Gewehr umzuhägen und gleich mit hoch zu nehmen? Manche legen das Gewehr vor sich auf die Auflage (zb. Felix von JAGDMOMENTE), andere ziehen das Futteral mittels Seil nach oben. Ich habs immer am Rücken und es stört mich kein bißchen?! Bin aber noch ein Noob auf dem Gebiet...:giggle:
Stört dich nicht? Hm, mich schon. :unsure: Ich zieh alles an zwei Seilen hoch. Eine Seite Rucksack andere Seite Knarre. Vielleicht ist deine Klettertechnik besser!
 
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Echt, ich bin da kein Profi und ohne eigene Erfahrung. Mehr als das Grundprinzip kenne ich nicht.
Nur laut überlegt.
Auch mit Sicherung kannst mal ein Stück fallen, oder? Es ist Deinen Wirbeln egal ob Du am Boden aufklatschst oder am Baumstamm.
Beinahe jeden Unfallbericht könnte man mit "es ist einfach blöd gelaufen" oder "es kamen unglückliche Umstände zusammen" beginnen. :rolleyes: Muss doch nicht sein dass man einen Mosaikstein da ohne Not dazu baut.

Ich würds so nicht machen wie Du. Wegen der Problematik bin ich auch lieber bevorzugt mit dem Auto unterwegs, obwohl alles mögliche andere Gerät vorhanden wäre. Mit Motorrad/Fahrrad und Gewehr auf dem Rücken ist ein Sturz schnell eine böse Sache.
 
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Eventuell eine beknackte Frage: Was spricht eigentlich dagegen das Gewehr umzuhägen und gleich mit hoch zu nehmen? Manche legen das Gewehr vor sich auf die Auflage (zb. Felix von JAGDMOMENTE), andere ziehen das Futteral mittels Seil nach oben. Ich habs immer am Rücken und es stört mich kein bißchen?! Bin aber noch ein Noob auf dem Gebiet...:giggle:
Neben dem oben genannten Grund von Löffelmann stört es mich beim klettern. Auf Rücken scheidet sowieso aus und ich würde damit immer am Rahmen anecken und neben Lärm ggf auch Schaden daran produzieren...
Keine Ahnung wie du das schaffst? :unsure:

Über der Auflage fehlt mir die Sicherung fürs Gewehr, denn an dem ein oder anderen Baum ist mir das Oberteil nach dem Hochschieben wieder ein Stück entgegengekommen. Wenn dann die Büchse abstürzt, kann ich gleich wieder heim und mich in Grund und Boden ärgern o_O Nur über ein Seil am Rahmen befestigt wäre mir auch nicht sicher genug, denn dann fällt es zwar nicht aufn Boden, aber wenns gegen den Baum kracht ist der Abend auch gelaufen. Mindestens ein Probeschuss ist dann von Nöten, wenn nicht der Weg zum Büma
 
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@bockgeschossen : sicher nicht besser, sondern eher unbedarfter :whistle:;)

@JagerMarcel: alles klar, also würdest du auch eher den Lift im Futteral per Seil empfehlen?
Ich habe das extra dafür angeschafft: Lodenfutteral
Vor dem klettern befestige ich zwei sieben Meter lange Seile links und rechts an Oberteil. Da sind auch die Karabiner für das Gepäck. Durch die Seillänge kann ich nicht über meine maximale Kletterhöhe hinaus.
 
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@JagerMarcel: alles klar, also würdest du auch eher den Lift im Futteral per Seil empfehlen?
Ja ich ziehe auch immer per Seil (am Klettergurt befestigt) mein kompletten Rucksack incl. Gewehr hoch.

Die Seillänge begrenzt mein Klettern, wie bei @bockgeschossen, dann auch.
Bei mir auf 20m, denn das ist die Höhe von der ich mich im Notfall noch selbst retten kann.
Das wiederum ist nur in Ausnahmefällen nötig/sinnvoll und sowieso nur ganz selten möglich.
Wenn dann sinds meist Kiefern und die schaukeln beim kleinsten Wind dann ganz ordentlich:rolleyes:
 
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Ich brauch circa 10 Minuten nach oben! Gerechnet ab Ankunft am Stammfuß.
Anlegen um den Baum dauert vielleicht 1,5 Minuten, dann wird der Klettergurt angelegt (20Sek) und das Seil erstmal am KS befestigt Gewehr quer übers Oberteil gelegt (10Sek), ich steig ein und hänge mir den Gewehrriemen um den Hals, so dass die Knarre quer vor der Brust baumelt. In die Sicherung einbinden und das Seil um den Baum fädeln kann eine bis zwei Minuten dauern. Den Aufstieg kannst mit einer Minute pro 5 Meter rechnen. Bis ich dann auf circa 10 Meter (=2 Mins) Höhe die richtige Blickrichtung gefunden habe, paar Äste während des Aufstiegs weggeschnitten habe und das Gewehr geladen ist (+4 Min), bin ich bei circa10 Minuten!
Dicke Stammfüße (>50cm) verlangsamen mich, genauso dickere Grünäste oder ein- bzw. unschnürige Stämme.
 
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Ich nehme das Gewehr beim Auf- und Abstieg auf den Rücken. Nur den Rucksack ziehe ich hoch, beziehungsweise lass ihn vor Abstieg runter. Für mich hat sich das bewährt. Wenn man sich einmal durch den Sitz durchgefädelt hat, kann man das Gewehr bequem auf dem Rücken mitnehmen, möglichst quer. Zwei Gründe sprechen für mich dafür: Beim Aufstieg wird das Gewehr und besonders die Optik durch herabfallende Rindenteile verschmutzt. Eine Hülle möchte ich nicht benutzen, weil ich oben auf dem Sitz möglichst wenig unnützen Kram rum liegen haben möchte. Gleichzeitig finde ich es kein schönes Gefühl, beim hochziehen von Rucksack und Gewehr in den Gewehrlauf zu gucken (Zweite grundlegende Sicherheitsregel Schiessen BW: Waffe nie auf etwas richten dass man nicht treffen will...). Dann ist Gewehr und Rucksack zusammen auch noch recht schwer hochzuziehen.
 
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