ASP in Deutschland aktuell

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Clausewitz wird zugeschrieben: "Kein Kriegsplan überlebt den ersten Zusammenstoß mit dem Feind."

Das erleben wir gerade bei der ASP.
 
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Clausewitz wird zugeschrieben: "Kein Kriegsplan überlebt den ersten Zusammenstoß mit dem Feind."

Das erleben wir gerade bei der ASP.
Richtig, aber im Gegensatz zu bewaffneten Konflikten wissen wir alles über den "Gegner", wissen, wo er ist, wir wissen, wie er sich bewegt und müssten "nur" dafür sorgen, dass er da bleibt, wo er ist. Und dann baue ich für viel Geld Stromzäune ohne Strom, die in 20cm Höhe anfangen und in 80cm aufhören.
 
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Ich glaube nicht, dass alle Bundesländer gleich gut bzw. schlecht vorbereitet sind.
In NRW läuft das anders ab.
Es gibt bei uns eine Tierseuchenvorsorgegesellschaft, die große Seuchenzüge in landwirtschaftlichen Betrieben bewältigen kann, sowohl was Material als auch geübten Mitarbeitern angeht.
Diese ist für die ASP um eine Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft erweitert worden.
In NRW ist Zaun für zwei Seuchenherde eingelagert.
Es gibt Überwachungssysteme für die Zäune, in redundanten Systemen.
Es gibt Quads mit Wannen zum Bergen.
Es gibt Konzepte zur Trennung der Tierkörperbeseitigungsanstallten in schwarz und weiß, damit von da nichts auf die Betriebe kommt.
Bei uns muss der Kreisveterinär quasi nur einen spezialisierten Dienstleiter anrufen, und schon läuft ein straffes Schema ab.
Der Kreisveterinär kann sich dann mit dem Landrat um die Koordination kümmern und muss nicht noch Zäune und Weidezaungeräte suchen.
Abgesehen davon besitzt die Feuerwehr in unserem Kreis für das Veterinäramt eine volle Ausstattung zur Dekontamination von Personen und Fahrzeugen im Seuchenfall.
Das Einsatzzentrum in der Kreissporthalle ist innerhalb von zwei bis drei Stunden hochgefahren.
 
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Richtig, aber im Gegensatz zu bewaffneten Konflikten wissen wir alles über den "Gegner", wissen, wo er ist, wir wissen, wie er sich bewegt und müssten "nur" dafür sorgen, dass er da bleibt, wo er ist. Und dann baue ich für viel Geld Stromzäune ohne Strom, die in 20cm Höhe anfangen und in 80cm aufhören.
Wir wissen, wo der Gegner ist? Ach, sind nachweislich alle befallenen Sauen entdeckt?

Wir wissen auch, wie sich der Gegner bewegt? Soso. Wohin bewegte er sich denn in den letzten 5 Tagen? Und wo wird er übernächste Woche sein?

Und das mit dem Zaun war ursprünglich vermutlich anders geplant. Wobei ich mich frage, ob jemand beteiligt war, der sich mit der Sache auskennt.
 
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Ich glaube nicht, dass alle Bundesländer gleich gut bzw. schlecht vorbereitet sind.
In NRW läuft das anders ab.
Es gibt bei uns eine Tierseuchenvorsorgegesellschaft, die große Seuchenzüge in landwirtschaftlichen Betrieben bewältigen kann, sowohl was Material als auch geübten Mitarbeitern angeht.
Diese ist für die ASP um eine Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft erweitert worden.
In NRW ist Zaun für zwei Seuchenherde eingelagert.
Es gibt Überwachungssysteme für die Zäune, in redundanten Systemen.
Es gibt Quads mit Wannen zum Bergen.
Es gibt Konzepte zur Trennung der Tierkörperbeseitigungsanstallten in schwarz und weiß, damit von da nichts auf die Betriebe kommt.
Bei uns muss der Kreisveterinär quasi nur einen spezialisierten Dienstleiter anrufen, und schon läuft ein straffes Schema ab.
Der Kreisveterinär kann sich dann mit dem Landrat um die Koordination kümmern und muss nicht noch Zäune und Weidezaungeräte suchen.
Abgesehen davon besitzt die Feuerwehr in unserem Kreis für das Veterinäramt eine volle Ausstattung zur Dekontamination von Personen und Fahrzeugen im Seuchenfall.
Das Einsatzzentrum in der Kreissporthalle ist innerhalb von zwei bis drei Stunden hochgefahren.
Genau das wird auch gebraucht, ein Plan in der Schublade, volle Lager, Personal. Das kostet Geld, aber die ASP kostet mehr Geld.
 
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Hier gibt es im Umkreis von 15 km einen Schweinehaltenden Betrieb, geschlossenes System, der hat einen 1.000er Maststall in der Feldmark, der war jahrelang gar nicht eingezäunt, jetzt so lala, aber für ein Tor hat es dann doch nicht mehr gereicht, da könnte die Vet Behörde ja mal nachfragen. Es ist auch noch ein kleiner Unterschied, ob man einen Betrieb keult, oder Wildtierbestände ausdünnen will.
 
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Clausewitz wird zugeschrieben: "Kein Kriegsplan überlebt den ersten Zusammenstoß mit dem Feind."

Das erleben wir gerade bei der ASP.
Allerdings war der ein Praktiker mit reichlich eigener Kriegserfahrung und wird genauso herausgefunden haben, dass man eben immer einen Plan B und C in der Tasche hat, eben weil sich die Lage unversehens ändern kann.
 
G

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Guest
Kann ich mir bei der Manpower und Zeit nicht vorstellen, das der eingegraben wird. Und wenn das Gelände schwierig wird, macht man ohne schweres Gerät auch keinen Kilometer am Tag.
Dieser Zaun wird nicht eingegraben, sondern nur mit Erdnägeln nach unten gesichert.

Die Folgen für die Jagd sind mir egal damit werden wir leben aber für die Landwirtschaft ist es eine Katastrophe hier werden ohne Not Existenzen vernichtet.
Die Folgen für die Jagd können dir vielleicht momentan noch egal sein, aber nicht der Jagd im aktuell betroffenen Gebiet. Zu den vielen kleinen und großen Misslichkeiten und Pleiten in Zusammenhang mit der ASP kommt der Umstand, daß es bisher keine klaren gesetzlichen Regelungen für das weitere Vorgehen und die Folgen für Jagdpacht oder Wildschäden im ASP Gebiet gibt und sich die lokale Jägerschaft nicht nur mit der ASP sondern auch mit den ggf. privaten Folgen herumschlagen muss.

Bezeichnend für die Diskussionstiefe dieses JAGDforums ist der Umstand, daß das bisher überhaupt keine Erwähnung/Diskussion wert zu sein scheint.
 
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