Welcher ist der richtige Hund?

  • Themenstarter Gelöschtes Mitglied 26188
  • Beginndatum
Anzeige
Mitglied seit
22 Mai 2015
BeitrÀge
90
GefÀllt mir
16
#17
Ob ein Hund irgendwann zeitweise nicht beschÀftigt ist oder nicht, hÀngt doch an einem selbst und nicht an der Rasse.
Klar wenn man nicht gerade NachsuchenfĂŒhrer ist hat man eher wenig nennenswerte Nachsuchen, man kann und sollte jederzeit die FĂ€hrtenarbeit ĂŒben, das selbe gilt fĂŒr den Apport, gehorsam.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#18
Den gab es noch nie und wird es auch nicht geben.
Je nach Revier und Jagdmöglichkeiten werden sich Vorlieben/StÀrken heraus kristallisieren...
Na genau DAS jedoch wird doch aber von so manchem "echten RĂŒdenmann naturalis" nach KrĂ€ften bestritten.

Die reale Welt sieht so aus, dass es viele Jagd- bzw. Einsatzmöglichkeiten fĂŒr bestimmte Rassen gar nicht mehr gibt und trotzdem werden sie gefĂŒhrt. Vor dem Hintergrund, dass bereits darĂŒber philosophiert wurde, weshalb es (gefĂŒhlt) so wenig (junge) HundefĂŒhrer gibt, wĂ€re das doch ein ernsthaftes Debatten-Thema.

Wenn ich mir zB mein Bundesland anschaue. Im besten Freistaat aller Zeiten macht / machen fast jede bzw. sehr viele Kreisgruppe(n) jĂ€hrlich einen Hundekurs fĂŒr Vollgebrauchshunde und es sind nicht wenige Gespanne, die daran teilnehmen. Die unterschiedlichsten Rassen werden gefĂŒhrt, obwohl örtliche Gegebenheiten in jagdicher Hinsicht hĂ€ufig doch sehr bescheiden sind fĂŒr beliebte Jagdhunderassen.

Vor diesem Hintergrund wÀre doch die Frage ganz interessant, was eigentlich ein "vollwertiger" Jagdgebrauchshund ist bzw. welche Rasse sich als "Generalist" ggf. am Besten eignet, wenn jagdliche Einsatzmöglichkeiten in praxi eher bescheiden ausfallen.

Ist zB der Vorsteher ein solcher Generlist, wenn im Einzugsbereich einer Kreisgruppe viele Vorsteher da sind, aber es eigentlich nix mehr zum Vorstehen gibt. Oder ist die Bracke der bessere Generalist fĂŒr JĂ€ger, die vielleicht in ErgĂ€nzung zur vorhandenen Jahresjagdgelegenheit noch durchschnittlich an zwei, drei Herbst-Events teilnehmen? Oder ist vielleicht sogar der Schweißhund die bessere "Wahl", denn der findet immer Arbeit, zumindest solang, wie wir nicht flĂ€chendeckend mit NZGÂŽs geflutet werden. :cool:

Insofern find ich die Frage, was eigentlich ein "Generalist" bzw. ein "vollwertiger Jagdgebrauchshund" ist / sein sollte schon sehr interessant und in ErgĂ€nzung zur bereits geklĂ€rten Frage, was ein echter bzw. unechte(r) RĂŒdenmann /-frau ist, auf alle FĂ€lle auch sinnvoll.
 
Mitglied seit
30 Jun 2013
BeitrÀge
3.035
GefÀllt mir
2.192
#19
:LOL: ich darf ergÀnzen:

Der eine Hund frisst durch das Absperrgitter des Kofferraums erst die KopfstĂŒtzen und dann die erreichbaren Teile der Leder-bezogenen RĂŒcksitze an.

Man kauft sich einen Wohnwagen, weil die FerienhÀuser bei denen drei Hunde erlabut sind einfach grottig sind.

Man muss permanent Klamotten waschen (an dieser Stelle einen Dank an meine genauso hundeverrĂŒckte Frau) weil sie so fröhlich sabbern. Mittelfristig werden nur noch leicht rustikal wirkende KleidungsstĂŒcke gekauft, Cord verdrĂ€ngt Tuch, Tweed und Loden breiten sich aus. Was bei mir nicht schlimm ist - mochte ich eh immer gerne.

Man mietet fĂŒr die Praxisimmobilie zu "Berlin-Mitte" Preisen einen extra großen und noblen Besprechungsraum an, in dem die Hunde den Arbeitstag verbringen können/ten und der fĂŒr jegliche kommerzielle oder strategische Nutzung daher ausfĂ€llt.

Man fĂ€hrt zu Nachsuchen in der Region, zu Niederwild Jagden, nimmt Urlaubstage um bei Wind und Wetter draußen im Busch zu hĂ€ngen, sagt im Herbst generell VortrĂ€ge, BeratungsvertrĂ€ge und andere Engagements ab, weil es jetzt "wichtigeres gibt". Und wenn es doch mal so sein muss, dass ein Tage Jagd und Hund UND Arbeit/Dienstreise umfassen muss, dann sammelt man sich mit einem versonnenen LĂ€cheln noch am Flughafen vorm Boarden die letzten kringeligen weißen Haare eines alten KLM oder pieksige, kurze rote Haare der liebevollen HS Dame vom Jacket ab....

Der Freundeskreis mag sich verĂ€ndern, wer hat schon VerstĂ€ndis fĂŒr solche freiwillig sozial deprivierte Hundenarren wie meine Frau und mich....

ABER:

Man gewinnt mit etwas GlĂŒck, geduldiger, engagierter Ausbildung und konsequenter FĂŒhrung die besten Jagdkameraden der Welt, zumindest fĂŒr ein jeweils kurzes und umso intensiver gelebtes Hundeleben.

Und man lernt Menschen kennen, auf diesem Weg, die auf wunderbare Weise genauso verrĂŒckt und passioniert sind, wie man selbt.

Und auf die nicht selten zumindest einige der guten Eigenschaften unserer treuen und kompromisslos kooperationsbereiten VierlÀufer abgefÀrbt haben...

Oder ist es umgekehrt ? ;)
Jaaa ein Hund/HĂŒndin kann das Leben gaaaanz schön verĂ€ndern, Bekanntenkreis etc. Man braucht aber auf jedenfall einen Partner der die Leidenschaft fĂŒr unsere vierbeinigen treuen GefĂ€hrten teilt. Dann ist der Rest ,,egal". Wer unsere HĂŒndin nicht mag muss dann auch auf unsere ,,Gesellschaft" verzichten. Diese ,,Kontakte" meiden wir mittlerweile.... tja ohne die kleine lĂ€uft nix.
MfG.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#20
Merkst Du jetzt, dass der BGS bei Dir nie ausgelastet sein wird?
Du bist doch das beste Beispiel dafĂŒr, dass es zu oft um persönliche Vorlieben geht!
Du bist - wie immer - nur auf Krawall gebĂŒrstet!

Der Faden hat aber durchaus auch in dieser Hinsicht seine sachliche Berechtigung.

DENN: Wer sich fĂŒr ein Tier entscheidet, fĂŒr das er sehr sehr lange eine Verantwortung ĂŒbernehmen möchte, braucht einen persönlichen Bezug, denn im Gegensatz zu einer Kanone kann man ein Tier nicht einfach so beiseite stellen. Insofern scheint eine bestimmte "Liebe" durchaus notwendig und sinnvoll zu sein.

Auch das Thema "Auslastung" ist hinsichtlich jeder Rasse durchaus diskutabel. Das Thema "Auslastung" hat fĂŒr mich zwei Komponenten. Einerseits die Frage nach der artgerechten, sinnigen Auslastung, andererseits die ethische Verantwortbarkeit, einen Hund bis ans Äußerste zu bringen, ihn vielleicht nach wenigen Jahren taub oder schwerhörig geschossen zu haben. Ich denke, es ist durchaus sinnig, eine solche Diskussion mit echten RĂŒdenmĂ€nnern der Neuzeit zu fĂŒhren. Und ich habe diesen Faden auch deshalb aufgemacht, weil ich quer ĂŒber die Rassen eine solche Debatte bezwecke und der Begriff des Generalisten bzw. Vollgebrauchshundes ja nun einmal da ist.
 
Mitglied seit
9 Aug 2016
BeitrÀge
2.186
GefÀllt mir
2.944
#21
Am Ende muss das jeder selber entscheiden. Wenn man mich fragt ist es fĂŒr mich der spurlaute Terrier. Vorallem weil ich diesen mehr oder weniger das ganze Jahr jagdlich auslasten kann wenn er gut eingearbeitet ist.
...
Die meisten anderen Hunde sind eben, grade wenn Sie nicht wirklich auf Schweiß gefĂŒhrt sind, ein Großteil des Jahres arbeitslos. Der Terrier, selbst wenn nicht auf Schweiß gefĂŒhrt, praktisch nicht.
Hmmm... ich tendiere gerade zu Spaniel. Cocker oder (lieber!) Springer. Irgendwann, nicht kurzfristig. Ruhiger als ein Terrier, sehr gut in die Familie mit Frau und Töchtern integrierbar und - fĂŒr mich ein Vorteil - kein Bauhund - das könnte ich meiner Familie nicht erklĂ€ren, Diskussion zwecklos. Ansonsten als Stöberhund wohl Ă€hnlich veranlagt. Sage ich mal als absoluter Hunde-Nichtauskenner. :D

Wird aber sicher noch eine Weile dauern mit dem Hund, weil sich meine Frau ziert (Dreck!!!). Und wenn die nicht mit zieht, ist die Sache gestorben. Happy wife, happy life, wie man so schön sagt. ;)

Bis dahin lese ich die "ollen Hunde FĂ€den" und mache mir weiter meine Gedanken...
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#22
Es ging mir hier ja nicht um einen RealitĂ€tsabgleich sondern um die Ausgangsfrage des Ts. Und meiner Meinung nach gibt und gab es diesen angesprochenen Universalhund nie. Der Hund wird sich je nach Revier und Arbeit spezialisieren. Daher gibt und gab es Hunde, die viel können, viel davon aber nicht richtig. Ist halt wie immer, ohne regelmĂ€ĂŸiges Training, kann die Leistung auch nicht sehr gut sein...
Was sich der heutige viel beschĂ€ftigte/interessierte JĂ€ger so wĂŒnscht/vorstellt steht auf einem anderen Blatt.
Das ist aber doch genau die Frage, um die es geht und zwar qualitativ und quantitativ. Es wurde diskutiert, warum es immer weniger junge HF gĂ€be. @Black Grouse hat einige Wahrheiten geschrieben. Andererseits ist natĂŒrlich auch immer die Frage, wie weit eine Spezialisierung bzw. spezialisierte Auslastung in einem Revier ĂŒberhaupt möglich ist.

@Argos hat eine sehr schöne, abwechslungsreiche Auslastung fĂŒr (s)einen Terrier beschrieben. Nur die Wenigsten haben halt einen Terrier, der allein im Zusammenhang mit PrĂ€datorenbejagung schon gut ausgelastet sein kann.
 
Mitglied seit
30 Jun 2013
BeitrÀge
3.035
GefÀllt mir
2.192
#23
DENN: Wer sich fĂŒr ein Tier entscheidet, fĂŒr das er sehr sehr lange eine Verantwortung ĂŒbernehmen möchte, braucht einen persönlichen Bezug, denn im Gegensatz zu einer Kanone kann man ein Tier nicht einfach so beiseite stellen. Insofern scheint eine bestimmte "Liebe" durchaus notwendig und sinnvoll zu sein
(y)(y)(y) volle Zustimmung.
MfG.
 
Mitglied seit
10 Jul 2011
BeitrÀge
9.309
GefÀllt mir
8.372
#24
wie weit eine Spezialisierung bzw. spezialisierte Auslastung in einem Revier ĂŒberhaupt möglich ist.
@anda schrieb "Revier und Arbeit".
Solltest Du als NSF in spe eigentlich vor Augen haben. Ein Großteil der Arbeit eines Hundes findet eben nicht im heimatlichen Revier statt, ob Bau, Wasser, Stöbern oder Nachsuchen. Und das hĂ€ngt wesenlich mit den Interessen des FĂŒhrers zusammen, weniger mit denen des Hundes.

Beispiel: Bin mit DJT angefangen, eben aus dem Gedanken, einen vielseitig einsetzbaren Hund zu haben. Gebraucht wurde er dann im wesentlichen zum Stöbern auf Reh, und dafĂŒr ist er nicht die optimale Besetzung. Bau und Wasser ferner liefen. Der nĂ€chste Hund war dementsprechend eine Rasse, deren Einsatzspektrum in Richtung Stöbern verschoben ist.

Ein Hund wird nur gut in einer Aufgabe, wenn er damit viel Erfahrung sammeln kann. Das fĂŒhrt notwendig zu Arbeitsteilung. Der eine stöbert, der andere sucht nach, der dritte holt die Enten aus dem Wasser.

Mir ist nicht ganz klar, was Du mit dem Faden eigentlich bezweckst. Wir haben eine Verschiebung in den Anforderungen, weg vom Niederwild, hin zum Schalenwild. Das hat bereits zu einer Renaissance der Bracken gefĂŒhrt, die vor 4 Jahrzehnten noch keiner fĂŒr möglich gehalten hĂ€tte. Noch gibt es aber das Niederwild, und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also gemach.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#25
Hmmm... ich tendiere gerade zu Spaniel. Cocker oder (lieber!) Springer. Irgendwann, nicht kurzfristig. Ruhiger als ein Terrier, sehr gut in die Familie mit Frau und Töchtern integrierbar und - fĂŒr mich ein Vorteil - kein Bauhund - das könnte ich meiner Familie nicht erklĂ€ren, Diskussion zwecklos. Ansonsten als Stöberhund wohl Ă€hnlich veranlagt. Sage ich mal als absoluter Hunde-Nichtauskenner. :D

Wird aber sicher noch eine Weile dauern mit dem Hund, weil sich meine Frau ziert (Dreck!!!). Und wenn die nicht mit zieht, ist die Sache gestorben. Happy wife, happy life, wie man so schön sagt. ;)

Bis dahin lese ich die "ollen Hunde FĂ€den" und mache mir weiter meine Gedanken...

Das ist ein sehr vernĂŒnftiger Ansatz, denn jenseits aller jagdlichen Belange kann, darf und soll man nur ein Tier in sein Rudel aufnehmen, wenn ALLE Rudelmitglieder gleichermaßen dafĂŒr und zugeneigt sind. Die "Frustrationstoleranz" des liebenden Weibes bekommt man aber hin, da "konditionierbar". Zudem macht ein Hund nicht so viel Dreck, wenn man ex ante ein paar Spielregeln einfĂŒhrt und die auch durchsetzt. Wie ĂŒberall im Leben MUSS einer halt den Hut aufhaben. ;)
 
Mitglied seit
21 Dez 2015
BeitrÀge
269
GefÀllt mir
313
#26
Achso, was ich noch ergĂ€nzen wollte. Ein Hund kauft man nicht nach gefallen sondern danach wie man mit ihm leben möchte, was man fĂŒr ihn geben kann und er einen fĂŒr dich.

Meine Nachbarin meinte sich einen Labrador-Weimaraner Mix zu holen. Hat nur Ă€rger mit ihm und will nicht verstehen das ein Hund mit 2x 30 und 1x 45min gassigehen ausgelastet ist. Eine aus dem bekanntenkreis hat nen Labrador und ist ĂŒberfordert weil er alles zerbeist und nicht hört. Und das in der neuen Wohnung wo sie gerade mal ein halbes Jahr wohnen.(zum glĂŒck eigentum) Aber beide berufsbedingt wenig zeit haben.

Deshalb bin ich auch eher der freund der Terrier denn die begleiten mich fast ĂŒberall hin und zuhause kann man mit kleinigkeiten den Apport fördern und Gehorsam ist tagesprogramm.

Egal fĂŒr welche Rasse man sich entscheidet, behandelt ihn so wie er es verdient hat und nicht nur schmußen auf dem Sofa.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#27
@anda schrieb "Revier und Arbeit".
Solltest Du als NSF in spe eigentlich vor Augen haben. Ein Großteil der Arbeit eines Hundes findet eben nicht im heimatlichen Revier statt, ob Bau, Wasser, Stöbern oder Nachsuchen. Und das hĂ€ngt wesenlich mit den Interessen des FĂŒhrers zusammen, weniger mit denen des Hundes.

Beispiel: Bin mit DJT angefangen, eben aus dem Gedanken, einen vielseitig einsetzbaren Hund zu haben. Gebraucht wurde er dann im wesentlichen zum Stöbern auf Reh, und dafĂŒr ist er nicht die optimale Besetzung. Bau und Wasser ferner liefen. Der nĂ€chste Hund war dementsprechend eine Rasse, deren Einsatzspektrum in Richtung Stöbern verschoben ist.

Ein Hund wird nur gut in einer Aufgabe, wenn er damit viel Erfahrung sammeln kann. Das fĂŒhrt notwendig zu Arbeitsteilung. Der eine stöbert, der andere sucht nach, der dritte holt die Enten aus dem Wasser.

Mir ist nicht ganz klar, was Du mit dem Faden eigentlich bezweckst. Wir haben eine Verschiebung in den Anforderungen, weg vom Niederwild, hin zum Schalenwild. Das hat bereits zu einer Renaissance der Bracken gefĂŒhrt, die vor 4 Jahrzehnten noch keiner fĂŒr möglich gehalten hĂ€tte. Noch gibt es aber das Niederwild, und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also gemach.

Was ich mit dem Faden vor dem Hintergrund getĂ€tigter Debatten und vorhandener Meinungen von und mit echten und unechten RĂŒdenmĂ€nnern bezwecke, habe ich doch schon geschrieben.

Und sei Dir sicher, dass der Anthas IMMER ALLES vor Augen hat, was ihm wichtig ist und er auch sehr genau abwÀgt, bevor er was tut.

Der Witz, an dem was Du da formuliert ist doch aber der, dass im Gegensatz zu den Schweißhunderassen die sog. "vollwertigen Jagdgebrauchshunde" ĂŒber das eigene Revier hinaus teils deutlich mehr vorhanden sind. Mir mit einem Schweißhund BeschĂ€ftigung zu suchen, in der IntensitĂ€t, die ich möchte und die notwendig ist, um ihn artgerecht zu halten, sehe ich als einfacher an, als das mit einem "vollwertigen Jagdgebrauchshund" bei den dieser Bezeichnung zuordenbaren "Wettbewerbern" zu erreichen.

NatĂŒrlich haben wir eine Verschiebung hin zum Schalenwild. Aber das macht doch die Frage dre Auslastung das ganze Jahr ĂŒber nicht leichter.

Schweißarbeit ist fĂŒr den, der sie NICHT mag, eine uncoole Arbeit, um die er sich nicht schlĂ€gt.
Etwas GespĂŒr fĂŒr Menschen und deren Eitelkeiten / SchwĂ€chen und schon hast Arbeit, wenn du sie suchst.

Und zur Einarbeit ins GeschĂ€ft sollten ein paar große Jagden in MeckPom, etc. net das Problem sein. Zumindest hab ich meine Adressen beieinander, damit ich nicht allein die ersten Suchen machen muss.

Einen Schweißhund kann ich artgerecht ĂŒbers ganze Jahr nicht nur mit EinsĂ€tzen sondern auch mit anspruchsvollen FĂ€hrten und Schleppen unterschiedlicher LĂ€nge, Standzeit, Verleitungen so abwechslungsreich herausfordern, dass Nase und Hirn hinreichend gefordert werden. Der KreativitĂ€t des FĂŒhrers ist keine Grenze gesetzt und Hundl wird es da bestimmt net langweilig.

Was kannst aber beim "WasserjĂ€ger"? Stark vereinfacht gesprochen das Apportell in den Bach werfen und warten, bis er reinhĂŒpft und es bringt. Super.....

Bei einem Stöberhund wirds schon schwieriger und zeitraubender, denn das sind jetzt "Modehunde" unter den JĂ€gern mit Faible fĂŒr Eventjagden. Zumindest nach meiner Wahrnehmung und da suchen schon wieder mehr Leute Gelegenheiten. Da hast du die Profis, den Mittelbau und die AnfĂ€nger. Viel viel mehr als JĂ€ger, die "nur" nachsuchen wollen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
#29
Wie nennt man das gleich, verzerrte Wahrnehmung?
Tummel Dich mal noch ein paar Jahre im Jagdhundewesen, dann reden wir nochmal drĂŒber.

Ich weiß schon auch, dass mir die VDH - Welpenstatistik nicht recht gibt. ;) HĂ€tte hinter "Modehund" noch ein :cool: setzen sollen. Insofern natĂŒrlich "verzerrt", aber in meinem weiteren jagdlichen Umfeld sind die Brackenleute zunehmend, wohingegen einen BGS nur einer fĂŒhrt und auch die Welpenstatistik beim BGS krass nach unten ging (2018: 70, 2017: 88, 2016: 106). Ich denke schon, dass das mit dem Thema "Bewegungsjagd" erklĂ€rbar ist und Bracken bei der Jagdart gute Arbeit machen.

Trotzdem find ich die Fadenfrage sehr berechtigt, wenn einerseits zB Vorsteher immer noch stark sind, andererseits sich die jagdlichen VerhÀltnisse doch gravierend verÀndern.

Gibt es aber "den" modernen vollwertigen Jagdgebrauchshund fĂŒr die ĂŒberwiegenden AnsprĂŒche in der heutigen Zeit nicht, bzw. eher weniger, stellt sich die Frage, ob man denn nicht doch eher den Hund anschafft, welcher der individuellen Vorliebe entspricht, GERADE WEIL sich persönliche und ökologische jagdliche VerhĂ€ltnisse fĂŒr die Dauer eines gewöhnlichen Hundelebens doch massiv verĂ€ndern können.
 
Mitglied seit
4 Feb 2009
BeitrÀge
8.732
GefÀllt mir
3.834
#30
Anthas, das hört sich ja alles sehr schlau an, aber Deine Thesen zur Schweisshundauslastung (wie war das nochmal, DeinBGS ist ein Junghund) kann ich so nicht unwidersprochen hinnehmen! Es ist ein langer, steiniger Weg mit viel Frust und EnttĂ€uschungen, bis man als NachsuchenfĂŒhrer etabliert ist!

Es lĂ€uft nicht nach dem Motto „Hurra, hier bin ich, ich hab jetzt einen Schweisshund, jetzt holt mich gefĂ€lligst fĂŒr die Nachsuchen“!

Ich hatte vor fast 40 Jahren Ă€hnlich gedacht und hatte dabei ungleich bessere und geeignetere Voraussetzungen als ein „SpĂ€tberufener“ - und trotzdem lagen mir sehr viele Steine im Weg!
Aber mit FĂ€hrtenwille schafft man auch den Weg ĂŒber diese Steine!
 
Anzeige
Anzeige

Neueste BeitrÀge

Anzeige
Oben