Nie wieder Meindl Schuhe/Stiefel

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#91
Nein, kann man leider nicht. Das ist ein chemischer Prozess. Gibt es sogar wissenschaftliche Auswertungen zu.
Lange Lagerung ohne Benutzung ist sicherlich nicht förderlich.
Je nach Güte/Qualität des eingesetzten Polyurethan Systems hast Du früher oder später das Problem.

Wenn der Stiefel dann einen "Reifegrad" wie der von Cari hat, lohnt sich die Neubesohlung nicht mehr.
Ich hatte meinen Meindl nur selten (am Berg) an. Den hat es auch erwischt. Wenn der Schuh noch länger beim Händler lagert ist das natürlich auch schlecht.

Aber was haben wir denn:
-Ablösen der PU Sohle (Nur wenig durch uns zu beeinflussen)
-Riss im Leder (Mit Lederpflege zu verhindern)
-Gummisohle bricht (oft wenn man sich hinkniet)
-Kleber löst sich
-Geröllschutzrand löst sich (hier löst sich ja auch der Kleber, daher nur Wachs verwenden, kein Fett)

Bei dem betreffenden "Garmisch" frage ich mich ja, ob das wirkich genäht ist, oder ob das nur eine Ziernaht ist und das ganze geklebt?
Das Nunukleder ist mit der PU Galosche wirklich und nicht geklebt.
Bringt nur nichts, denn durch das Nähen hat man dann am Pu-Rand, welcher ja schon dünner als die eigentliche Galosche ist (ca 1mm) noch eine Perforation, welche ein Abreißen zusätzlich fördert.

Ich werde später noch Bilder davon machen
 
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#92
An meine Füsse kommen auf jeden Fall kein Billiglatschen von Aldi aus Kunstleder.
Eher Billig-Latschen für 250-300€, die nach zwei/drei Jahren auseinanderfallen.
Und mit was für ´nem tollen Zeugs du heute deine Holzdecke pinselst, wird man dir auch in 20 Jahren erzählen...:oops:
Aber Hauptsache die Werbebildchen sind schön bunt, die Sprüche dazu vollmundig und ´n dicker Preis steht dran. :sneaky:
Wie heißt der weißbärtige Onkel, der jeden 06. Dez. zu dir kommt...:ROFLMAO:
 
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#93
18 Jahre beim Händler?:eek:
Dafür sehen die Kunstsoffeinfassungen aber noch sehr gut aus.

Ist vielleicht ne dumme Frage, aber hab Ihr sowas wie Garantie?
Das hat mir Meindl geschrieben, ja, die Schuhe waren zum Zeitpunkt der Reklamation 20 Jahre alt. Sie haben aber trotzden eine Loesung/ Reparatur angeboten.
Die Garantie hier in Norwegen ist 2 oder 5 Jahre. Das ist abhengig von dem Produkt.

@Bollinger
Danke fuer den uvex-Artikkel. Was ich nicht ganz verstehe ist die Behauptung, dass Polyurethan sich bei Lagerung schneller aufloest, weil es mehr Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Meine Schuhe werden feucht von Fussschweiss und Moor und Wiesen. Wesentlich feuchter als bei der Lagerung im Hauseingang.

Kannst du mehr dazu sagen?

tømrer
 
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#94
Eher Billig-Latschen für 250-300€, die nach zwei/drei Jahren auseinanderfallen.
Und mit was für ´nem tollen Zeugs du heute deine Holzdecke pinselst, wird man dir auch in 20 Jahren erzählen...:oops:
Aber Hauptsache die Werbebildchen sind schön bunt, die Sprüche dazu vollmundig und ´n dicker Preis steht dran. :sneaky:
Wie heißt der weißbärtige Onkel, der jeden 06. Dez. zu dir kommt...:ROFLMAO:
Sorry, das was Du da schreibst ist wenig fundiert.

Wir haben seit mehr als 10 Jahren (in deiner Zeitrechnung also gestern) ein europäisches Chemikaliengesetz "REACH". Viele Produkte sind schon ausgemustert, oder als "Substances of very high concern" gelistet und sterben dann aus. Das alles dient auch dem Verbraucherschutz und natürlich dem Schutz der Leute die professionell damit umgehen.

Wer redet denn von "Werbebildchen"?? Gibt es "Werbebildchen" zu Wanderschuhen? Entschuldige, habe ich noch nie wahr genommen.

Lass uns doch einfach beide beim Ursprungsthema bleiben! Danke.
 
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#95
jetzt mal ganz ohne Spaß..
man kauft Rucksäcke für 300€, eine R8 mit ner dicken Swaropulle für 6k€ . kauft einen SUV und macht Jagdreisen auf "dicke Hürsche" und will es sich nicht "leisten" alle 2-5 Jahre 250€ für ein paar Schuhe auszugeben ..
Endlich wirft mal jemand ein Stöckchen in diesen Thread. Das Mimimi war ja kaum noch auszuhalten.

Abgesehen von a. dem bekannten Problem mit PU/Hydrolyse und b. der Tatsache, dass die Schuhproduktion auf teurer Handarbeit basiert und die Hersteller deshalb auf Teufel komm raus sparen und daraus erhebliche Qualitätsprobleme resultieren, sehe ich es ganz genau so.

Aus meiner Sicht ist ein Bergschuh nicht nur der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand des Jägers, sondern vor allem auch ein Verschleißgegenstand (!) mit einer Lebensdauer von drei bis maximal fünf (!) Jahren, ähnlich Autoreifen.
Entsprechend "manage" ich die Neuanschaffungen, kaufe halt ein Paar Hanwag Alaska oder Omega, Meindl Ortler und Konsorten dann, wenn sie gerade im Angebot sind, quasi auf Vorrat.

Insgesamt liege ich damit unter finanziellen Gesichtspunkten und sowieso in Sachen Gebrauchsfähigkeit, Funktionalität und Sicherheit (ohne dies ausführlich beleuchten zu wollen, weil Perlen vor die Windmühlen: Zwie- und Trigenähte haben in der Praxis eklatante Nachteile im Vergleich zu modernen Geklebten) deutlich vor den Fans von zweimal neubesohlten Meindl Perfekts. Mit letzteren mag man zwar stilvoll Gewaltmärsche in Fußgängerzonen absolvieren und die Höhenluft der obersten Etage einer Manufactum-Filiale genießen können, aber für aktives Jagen gibt es heutzutage eben besseres.
 
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#96
Das hat mir Meindl geschrieben, ja, die Schuhe waren zum Zeitpunkt der Reklamation 20 Jahre alt. Sie haben aber trotzden eine Loesung/ Reparatur angeboten.
Die Garantie hier in Norwegen ist 2 oder 5 Jahre. Das ist abhengig von dem Produkt.

@Bollinger

Kannst du mehr dazu sagen?

tømrer
Ich bin da bei leibe kein Fachmann (Chemiker bitte vor), aber das Polyurethan ist sehr "feuchtigkeitsempfindlich".

Nehmen wir mal den "Bauschaum" in Dosen (den wohl jeder kennt).
Wenn Du ihn aus der Dose schäumst, wird die chemische Reaktion (bis zur Aushärtung) der Hauptkomponenten Polyol & Isocyanat (hier MDI) rein durch die Umgebungsfeuchtigkeit "angestossen".

Da kann sich jeder vorstellen wie empfindlich das Ganze ist. Ohne Chemiker zu sein, kann ich mir denken, dass wir von ggaaaanz wenig Feuchtigkeit reden.
 
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#97
Entsprechend "manage" ich die Neuanschaffungen, kaufe halt ein Paar Hanwag Alaska oder Omega, Meindl Ortler und Konsorten dann, wenn sie gerade im Angebot sind, quasi auf Vorrat.
sorry, aber genau das macht ja keinen Sinn, da die Schuhe bei Nichtgebrauch noch schneller kaputt gehen!

was hilft es also günstig ein Ersatzpaar zu kaufen, welches dann, wenn ich es wirklich brauche, auch schon wieder so „gealtert“ ist, dass es kurzfristig zerfällt und auflöst?
 
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#98
Das Mimimi war ja kaum noch auszuhalten.
Naja, blöd ist, wenn dir die Teile dann auf Tour auseinanderfallen.

Da es immer noch Hersteller gibt, die genähte Schuhe anbieten, kaufe ich eben diese.
Im Alltag trage ich Redwings, das Paar was heute dabei ist und am meisten getragen wird ist 10 Jahre alt, wird täglich die Arbeitswoche über wenigstens 10 Stunden getragen, da muss mal ein neuer Absatz drunter, dann lebt der noch mal so lange und sieht immer besser aus.
 
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#99
" ...
Aus meiner Sicht ist ein Bergschuh nicht nur der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand des Jägers, sondern vor allem auch ein Verschleißgegenstand (!) mit einer Lebensdauer von drei bis maximal fünf (!) Jahren, ähnlich Autoreifen.
Entsprechend "manage" ich die Neuanschaffungen, kaufe halt ein Paar Hanwag Alaska oder Omega, Meindl Ortler und Konsorten dann, wenn sie gerade im Angebot sind, quasi auf Vorrat.

..."


und meine Redwings haben bereits sehr viel gesehen, sind älter als 35 Jahre.
Für meinen Teil kann ich hier keine Gleichgültigkeit aufbringen und habe volle Sympathie mit dem TS.
 
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Meine Meindel (Island? GTX?) sind ohne Pflege und gelegentlichem Jagdgebrauch im Flachland 12 Jahre alt. Kollege empfahl mir damals zwingend nen "Ortler" da der auch Steigeisen geeignet sei.. Mir, dem Moppel, der höchstens mit nem Heli zur Gamsjagd geeignet ist :rolleyes:

Was Zwiegenähtes oder nach Maß vom Schuster kostet mehr, wird aber dann wohl auch länger halten. Evtl. ist es ja besser einmal 600€ auszugeben als 3 x 250
 
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Endlich wirft mal jemand ein Stöckchen in diesen Thread. Das Mimimi war ja kaum noch auszuhalten.

Abgesehen von a. dem bekannten Problem mit PU/Hydrolyse und b. der Tatsache, dass die Schuhproduktion auf teurer Handarbeit basiert und die Hersteller deshalb auf Teufel komm raus sparen und daraus erhebliche Qualitätsprobleme resultieren, sehe ich es ganz genau so.

Aus meiner Sicht ist ein Bergschuh nicht nur der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand des Jägers, sondern vor allem auch ein Verschleißgegenstand (!) mit einer Lebensdauer von drei bis maximal fünf (!) Jahren, ähnlich Autoreifen.
Entsprechend "manage" ich die Neuanschaffungen, kaufe halt ein Paar Hanwag Alaska oder Omega, Meindl Ortler und Konsorten dann, wenn sie gerade im Angebot sind, quasi auf Vorrat.

Insgesamt liege ich damit unter finanziellen Gesichtspunkten und sowieso in Sachen Gebrauchsfähigkeit, Funktionalität und Sicherheit (ohne dies ausführlich beleuchten zu wollen, weil Perlen vor die Windmühlen: Zwie- und Trigenähte haben in der Praxis eklatante Nachteile im Vergleich zu modernen Geklebten) deutlich vor den Fans von zweimal neubesohlten Meindl Perfekts. Mit letzteren mag man zwar stilvoll Gewaltmärsche in Fußgängerzonen absolvieren und die Höhenluft der obersten Etage einer Manufactum-Filiale genießen können, aber für aktives Jagen gibt es heutzutage eben besseres.
Bin bei Dir, die "eklatanten Nachteile" der Zwiegenähten nehme ich allerdings sehenden Auges in Kauf, wie Du (teilweise) wohl auch. Schließlich kaufst Du u.a. Meindl Ortler auf Vorrat.
Falls das nur exemplarisch gemeint war, um einen Schuhtypus zu spezifizieren, sehe ich es als Missverständnis meinerseits.
Für Spezialaufgaben wiederum gibt es Speziallösungen, d.h. falls ich über den "normalen" Gebrauch hinausgehende Anforderungen habe, agiere ich entsprechend und decke mich ein.
Davon abgesehen denke ich, daß wir Jäger grundlegend eine mehr funktionsbasierte Entscheidung bei der Wahl unserer Kleidung treffen, als der nichtjagende Stadtmensch, der eben im Manufactum einkauft.
 
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Was Zwiegenähtes oder nach Maß vom Schuster kostet mehr, wird aber dann wohl auch länger halten. Evtl. ist es ja besser einmal 600€ auszugeben als 3 x 250
Zu allererst sollte man mal drauf achten, daß der Hersteller den Schuh auch reparieren kann, geht das nicht, fällt das Ding flach, oder er ist so billig, daß man die Entsorgung nach einiger Zeit verschmerzen kann.
 
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sorry, aber genau das macht ja keinen Sinn, da die Schuhe bei Nichtgebrauch noch schneller kaputt gehen!

was hilft es also günstig ein Ersatzpaar zu kaufen, welches dann, wenn ich es wirklich brauche, auch schon wieder so „gealtert“ ist, dass es kurzfristig zerfällt und auflöst?
Ich gehe jagen. "Nichtgebrauch" kommt bei mir insoweit gar nicht vor. Allenfalls liegt mal ein neues Paar zwei oder drei Monate im Karton, bevor ich es in Betrieb nehme. Das schadet denen nicht. Übrigens hat aus meiner Beobachtung vor allem Meindl das Zwischensohlen-Zerfallsproblem. Bei Hanwag hatte ich das noch nie.

P.S.:
Die Meindl-Schuhe, die Du gekauft hast, sind sichtlich für den Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt. Für die Jagd kämen die mir nie und nimmer in den Sinn. Und wenn sie tatsächlich schon weit jenseits fünf Jahre alt sind, dann handelt Meindl aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar und unangreifbar. Verbuche es als Lehrgeld und kaufe das nächste Mal was ordentliches.
Naja, blöd ist, wenn dir die Teile dann auf Tour auseinanderfallen.
Ja, das ist in der Tat extrem blöd. Deshalb traue ich Bergschuhen nach maximal fünf Jahren auch nicht mehr. Man sieht ihnen einfach nicht an, wo sie marode sind, wo es sie bei der nächsten Tour zerreißen könnte. Und ohne Bergschuhe steht man unterwegs halt blöd da. Deshalb entsorge ich sie quasi prophylaktisch nach vier bis fünf Jahren und nehme ein neues Paar.
... und meine Redwings haben bereits sehr viel gesehen, sind älter als 35 Jahre.
Redwings sehe ich nur an den Füßen von Lumbersexuals auf dem Weg zum Coffee Shop oder zum Bart-Styling. Insofern sei die Frage gestattet, ob Du überhaupt fach- und sachkundig bist.
 
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Bei Hanwag hatte ich das noch nie.
Ich schon, wie bei Lowa und wie sie alle heißen. Bei Meindl hatte ich es noch nie, weil ich noch keinen Meindl mit PU Dämpfung hatte, so wie du noch keinen Redwing....die es schon seit 100 Jahren gibt, also lange bevor es Lumbersexuals und Coffee Shops gab.
 
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